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Sabine Lisicki bestritt ihr erstes von vier Endspielen 2008 im usbekischen Taschkent © getty

Das gibt Selbstvertrauen für Wimbledon: Deutschlands ehemalige Nummer eins besiegt Daniela Hantuchova im Finale von Birmingham.

Birmingham - Sabine Lisicki hat das Turnier in Birmingham gewonnen und damit ihren zweiten Turniersieg nach Charleston 2009 gefeiert.

Die 21-jährige Berlinerin besiegte im Finale die an Nummer vier gesetzte Slowakin Daniela Hantuchova mit 6:3, 6:2.

In der Weltrangliste wird sich Lisicki von Platz 100 in Richtung der 70er verbessern.

In Birmingham spielte sie ihr erstes Finale seit Luxemburg 2009 und ihr viertes insgesamt, nachdem sie 2010 durch eine Fußverletzung fast komplett außer Gefecht gesetzt war.

Dritte deutsche Siegerin 2011

Lisicki ist in diesem Jahr nach Andrea Petkovic und Julia Görges bereits die dritte deutsche Turniersiegerin, der Aufschwung im deutschen Damentennis hält unvermindert an.

"Sabine hat nach ihrer langen Auszeit fast schon wieder ihr altes Niveau erreicht", sagte Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner: "Sie hat immerhin zwei Jahre nicht auf Rasen gespielt, kommt dann daher und gewinnt ein Turnier. Respekt, das ist wirklich super."

Wildcard für Wimbledon

In Wimbledon stand Lisicki 2009 im Viertelfinale, in diesem Jahr startet sie dort mit einer Wildcard. Rittner glaubt, dass "sie sich in den nächsten Wochen und Monaten weiter Schritt für Schritt an Petko und Jule ranschleichen wird".

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Das Hoch im deutschen Frauentennis sei außerdem auch für die Männer eine neue Motivation: "Das weckt bei denen bestimmt noch mehr Ehrgeiz."

Leidesweg beginnt in Flushing Meadows

Der Leidensweg von Sabine Lisicki, die im August 2009 schon einmal die Nummer 22 der Welt war, hatte bei den US Open 2009 begonnen. Im Zweitrundenspiel gegen die Russin Anastasia Rodjonowa war sie mit dem linken Fuß umgeknickt und hatte im Rollstuhl den Platz verlassen.

Sie pausierte, kam zurück, pausierte wieder und knickte schließlich im März 2010 in Indian Wells erneut um.

Sechs Wochen lang humpelte Lisicki danach an zwei Krücken durch die Gegend, an normales Laufen war nicht zu denken, an Sport noch viel weniger: "Das war die schwerste Zeit meines Lebens, eine Situation, wie ich sie nie zuvor erlebt hatte und auch nie wieder erleben möchte. Ich fühlte mich so hilflos."

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