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Angelique Kerber stand zuletzt im Februar 2010 in Bogota in einem WTA-Finale © getty

Angelique Kerber gewinnt die Nervenschlacht in Paris und feiert ihren ersten Turniersieg. Sie vergibt aber mehrere Matchbälle.

Paris - Fed-Cup-Spielerin Angelique Kerber hat ihren Siegeszug in Paris mit ihrem ersten Titelgewinn auf der WTA-Tour gekrönt.

Die US-Open-Halbfinalistin aus Kiel besiegte im Finale des mit 637.000 Dollar dotierten Hallenturniers die an Nummer zwei gesetzte Lokalmatadorin Marion Bartoli nach 2:39 Stunden und fünf Matchbällen mit 7:6 (7:3), 5:7, 6:3 und kassierte einen Siegerscheck über 107.000 Euro.

Kerber tritt damit die Nachfolge von Steffi Graf an, die 1995 als letzte Deutsche in Paris triumphiert hatte.

"Angie zeigt so viel Positives"

Kerbers tolle Woche an der Seine ist kein Zufall.

Nach zwei Halbfinal-Teilnahmen im Januar (Auckland/Hobart) und nunmehr 14:3 Siegen in diesem Jahr ist die 24-Jährige derzeit eine der erfolgreichsten Spielerinnen auf der Tour.

Im Viertelfinale von Paris schaffte Kerber gegen die frühere Weltranglistenerste Maria Scharapowa sogar ihren ersten Erfolg über eine Top-5-Spielerin.

"Angie zeigt so viel Positives auf dem Platz. Man sieht, dass sie viel Spaß hat", sagte Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner über ihre Nummer vier.

Kampfgeist par excellence

Im Halbfinale von Paris folgte ein 6:7 (2:7), 6:3, 6:4 gegen die Belgierin Yanina Wickmayer (NEWS: Kerber setzt Siegeszug fort).

Dabei hatte Kerber, die zuvor nur 2010 in Bogota/Kolumbien im Endspiel stand, im dritten Satz sogar 1:3 zurückgelegen.

"Da habe ich mir gesagt: Kämpfe um jeden Ball. Am Ende haben zwei, drei Ballwechsel den Ausschlag gegeben", hatte die gebürtige Bremerin erklärt.

Wickmayer hatte ein deutsches Halbfinale durch einen Dreisatzerfolg gegen Mona Barthel aus Bad Segeberg verhindert (DATENCENTER: WTA-Weltrangliste).

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