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Eine Woche nach dem Quali-Aus in Indian Wells überzeugt Petkovic endlich wieder © getty

In Miami feiert die frühere Top-10-Spielerin den größten Erfolg seit 2011. Becker und Brands reißen dagegen die Auftakthürde.

Miami/München - Fed-Cup-Spielerin Andrea Petkovic hat erstmals seit fast anderthalb Jahren wieder die dritte Runde eines großen Turniers erreicht.

Bei der mit knapp 4,2 Millionen Dollar dotierten Hartplatz-Konkurrenz in Miami setzte sich die 25 Jahre alte Darmstädterin in ihrem Zweitrunden-Match gegen Marion Bartoli durch.

Die an Nummer zehn gesetzte Französin musste beim klaren Rückstand von 4:6, 1:4 wegen einer Blessur am linken Fuß aufgeben.

Im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale trifft die nach ihrer Verletzungspause derzeit nur auf Weltranglisten-Platz 162 notierte Petkovic auf die Kroatin Ajla Tomljanovic, die wie die Deutsche über eine Wildcard ins Hauptfeld gekommen war. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Die Bewegungen passen wieder

"Ich bin wirklich froh darüber, wie ich mich heute bewegt habe. Mein Coach und ich haben viel an meinem Spiel gearbeitet, und nach den ganzen Verletzungen weiß ich noch nicht, wo ich stehe", sagte Petkovic.

"Langsam kommen die gewohnten Abläufe zurück. Ich fühle mich gut, schon viel besser als in Indian Wells."

Dort war Petkovic vor zwei Wochen noch in der Qualifikation gescheitert. Die frühere Top-Ten-Spielerin stand zuletzt im Oktober 2011 in Peking bei einem wichtigen Turnier in der Runde der letzten 32.

Sieben Monate Verletzungspause

Petkovic war Anfang Januar am Meniskus im rechten Knie operiert worden. Im vergangenen Jahr war sie wegen einer Rückenverletzung und einem Bänderriss im Knöchel insgesamt sieben Monate ausgefallen.

Die Hessin, 2011 die konstanteste Grand-Slam-Spielerin, hat während ihrer Zwangspause auch positive Entwicklungen an sich entdeckt. Persönlich sei es wahrscheinlich das "wichtigste Jahr ihres Lebens" gewesen.

"Bin erwachsen geworden"

"Ich würde fast behaupten, ich bin erwachsen geworden. Obwohl ich nach wie vor viele kindische Seiten habe", sagte die Fed-Cup-Spielerin, die unbedingt an den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro teilnehmen möchte: "Das ist auch mit ein Grund, warum ich weitergemacht habe."

Becker und Brands schon raus

Bei den Männer verabschiedeten sich Daniel Brands (Deggendorf) und Benjamin Becker (Orscholz) in Miami dagegen bereits in der ersten Runde.

Brands, der als Lucky Loser ins Hauptfeld gerutscht war, unterlag dem Brasilianer Thomaz Bellucci 6:2, 4:6, 2:6, Becker musste sich dem Slowenen Aljaz Bedene 4:6, 3:6 geschlagen geben. Zuvor hatte Tobias Kamke (Lübeck) die zweite Runde erreicht.

Die deutschen Topspieler Tommy Haas (Los Angeles), Philipp Kohlschreiber (Augsburg) und Florian Mayer (Bayreuth) hatten zum Auftakt ein Freilos.