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Anna-Lena Grönefeld war 2003 die Nummer 1 der Junioren-Weltrangliste © imago

Anna-Lena Grönefeld ist in Stuttgart in der ersten Runde ausgeschieden. Die 23-Jährige scheitert an einer Russin. Safina siegt.

Stuttgart - Im überdachten "Sandkasten" von Stuttgart hat Anna-Lena Grönefeld den Sprung ins Achtelfinale und damit eine große Überraschung nur knapp verpasst.

Zwei Tage nach dem Weltgruppen-Aufstieg mit dem Fed-Cup-Team verlor die Weltranglisten-57. aus Nordhorn ihr Erstrundenmatch gegen die an Nummer zwei gesetzte Jelena Dementjewa (Russland) mit 4:6, 6:3, 3:6.

Damit sind beim mit 700.000 Dollar dotierten WTA-Turnier in Sabine Lisicki (Berlin) und Qualifikantin Andrea Petkovic (Darmstadt) nur noch zwei Deutsche im Rennen.

Grönefeld deutet Potenzial an

Gegen Dementjewa deutete Grönefeld vor allen Dingen im zweiten Satz ihr großes Potenzial an und drängte die russische Olympiasiegerin mit ihren aggressiven Schlägen immer wieder in die Defensive.

Im dritten Satz des zweistündigen Matches fiel die Entscheidung, als Dementjewa das frühe Break zur 3:1-Führung gelang.

Die 23-jährige Grönefeld war wie ihre Fed-Cup-Kollegin Lisicki mit Hilfe einer Wildcard ins Hauptfeld der hochkarätig besetzten Veranstaltung gerückt, die als erstes Weltklasse-Turnier der Tennis-Geschichte in der Halle auf Sand ausgetragen wird.

Safina ohne Probleme

Die neue Weltranglisten-Erste Dinara Safina aus Russland hat im Schnelldurchgang das Achtelfinale erreicht. Einen Tag nach ihrem 23. Geburtstag besiegte Safina die Italienerin Sara Errani in ihrem Erstrundenmatch in nur 51 Minuten mit 6:0, 6:1.

In der Runde der letzten 16 trifft die Moskauerin am Donnerstag auf die Siegerin der Partie zwischen der Französin Alize Cornet und Daniela Hantuchova aus der Slowakei.

Testlauf für die French Open

Für das illustre Teilnehmerfeld ist die Stuttgarter Woche ein idealer Testlauf für die French Open (24. Mai bis 7. Juni).

Sogar der Sand in der Porsche-Arena wurde eigens aus Paris angekarrt, die Körnung (0,1 Millimeter) entspricht exakt der in Roland Garros.

"Zu 98 Prozent sind wir mit den French Open identisch", meinte Stuttgarts Turnierdirektor Markus Günthardt nicht ohne Stolz und berichtete: "Der Platz war nach 24 Stunden hart. Da kannst du mit dem Bagger drüberfahren, den kriegst du nicht kaputt."

Keine Bewässerung nötig

Die rote Asche, die auf einem 25-Millimeter-dünnen Unterbau aus gebundenem Ziegelsplitt aufliegt, muss in den Turniertagen nicht bewässert werden und staubt nicht.

"Es fühlt sich sehr gut an und kommt den Umständen in Paris schon nah", lobte Safina, die bislang nur mit dem russischen Fed-Cup-Team in der Halle auf Sand gespielt hat.

Stuttgarter Turnier erstmals im April

Im Zuge der Neustrukturierung der WTA-Tour war das Stuttgarter Turnier erstmals von Oktober auf Ende April gelegt und zu einem der weltweit 20 "Premier Events", die eine Stufe unter den vier Grand-Slam-Veranstaltungen angesiedelt sind, aufgewertet worden.

"Der sehr attraktive Frühjahrstermin für ein Sandturnier im Vorfeld der French Open bietet die beste Voraussetzung für eine weitere positive Entwicklung des Turniers", sagte WTA-Chef Larry Scott zur Freude der Stuttgarter Organisatoren um die sportliche Leiterin Anke Huber.

Lisicki trifft auf Schnyder

Charleston-Siegerin Lisicki spielt am Mittwochabend in ihrem Erstrunden-Match gegen Patty Schnyder.

"Ich fühle mich trotz der Strapazen in den letzten Wochen gut und verspüre keinen Extra-Druck", betonte die 19-jährige Lisicki. Petkovic, die sich über die Qualifikation ins Hauptfeld gekämpft hatte, trifft ebenfalls am Mittwoch auf die an Nummer fünf gesetzte Russin Swetlana Kusnezowa.

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