Julia Görges hat überraschend das WTA-Turnier in Stuttgart gewonnen und sich bei der Hallen-Sandplatzveranstaltung zur ersten deutschen Siegerin seit 17 Jahren gekrönt.

Die ungesetzte Fed-Cup-Spielerin aus Bad Oldesloe besiegte im Finale die Weltranglistenerste Caroline Wozniacki (Dänemark) in 1:38 Stunden mit 7:6 (7:3), 6:3 und zeigte vor 4800 Zuschauern erneut eine Galavorstellung.

Die 22-jährige Görges, die am Montag auf Platz 27 der Rangliste erscheinen wird, erhält für ihren insgesamt zweiten Turniersieg 111.000 US-Dollar sowie einen 408 PS starken Edelsportwagen.

Görges brachte die favorisierte Wozniacki vor allem mit ihrem starken Aufschlag und den druckvollen Grundlinienschlägen in Bedrängnis. Die Deutsche behielt in den entscheidenden Phasen kühlen Kopf und nutzte nach 57 Minuten ihren zweiten Satzball, nachdem sie im Tie Break schon 6:2 geführt hatte. Danach stellte Görges die Weichen durch ein frühes Break zum 2:0 auf Sieg.

Görges gelang durch ihren bislang größten Erfolg etwas, was Steffi Graf nicht geschafft hatte. Die frühere Branchenführerin hatte das Heimspiel nie gewinnen können. Zuletzt hatte Anke Huber 1994 beim Stuttgart-Vorgänger in Filderstadt triumphiert.

Die formstarke Görges hatte zu Beginn des Jahres bereits das Halbfinale in Auckland erreicht. Bislang stand für die Weltranglisten-32. ein Turniersieg zu Buche: 2010 in Bad Gastein.

Im Viertelfinale von Stuttgart waren Andrea Petkovic (Darmstadt), Sabine Liskicki (Berlin) und Kristina Barrois (Stuttgart) ausgeschieden. Es war aus deutscher Sicht beim Heimspiel trotzdem die beste Bilanz seit 27 Jahren.

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