Ein verdorbenes Mittagessen hat Andrea Petkovics Traum vom dritten Turniersieg ihrer Karriere gestoppt.

Die an Nummer zwei gesetzte Darmstädterin musste im Halbfinale in San Diego gegen die Polin Agnieszka Radwanska Mitte des zweiten Satzes wegen einer Magenverstimmung plötzlich den Platz verlassen, kam zwar zurück, verlor aber schließlich 6:4, 0:6, 4:6.

Dass Petkovic in der am Montag erscheinenden Weltrangliste als erste Deutsche seit Anke Huber 2000 unter den Top 10 geführt sein wird, war zunächst nur ein schwacher Trost.

"Mein Mittagessen war offenbar verdorben", sagte die 23-Jährige anschließend: "Ich habe vor dem Match noch eine Banane gegessen, aber das hat es nur noch schlimmer gemacht."

Dass sie so schnell vom Platz gerannt war, sei auch eine Vorsichtsmaßnahme gewesen, ergänzte "Petko" schmunzelnd: "Da lag etwas wie ein Stein in meinem Magen, und das musste raus. Ich wollte nicht die nächsten 25 Jahren in TV-Rückblicken zu sehen sein."

Damit spielte sie auf eine Szene des langjährigen Weltranglistenersten Pete Sampras an, der sich 1996 im Viertelfinale der US Open auf dem Platz übergeben hatte.

Im Gegensatz zu Sampras damals verlor Petkovic trotz harten Kampfes anschließend das Match und suchte nicht nach Ausreden: "Außer diesem kleinen Zwischenfall habe ich mich das gesamte Match über gut gefühlt."

Von Radwanska erhielt sie anschließend ein großes Lob: "Auch wenn sie krank war, hat sie unglaublich gespielt."

Die Polin trifft im Finale auf die Weltranglistendritte Wera Swonarewa, die sich gegen Ana Ivanovic aus Serbien mit 5:7, 6:4, 6: 4 durchsetzte.

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