Boris Becker traut den deutschen Spielerinnen in naher Zukunft einen Grand-Slam-Titel zu.

"Ich halte es für realistisch, dass die Frauen das innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre packen. Sie sind in der Weltspitze etabliert, anders als unsere Männer", sagte der sechsmalige Grand-Slam-Sieger im Interview mit der "Sport Bild".

Der interne Wettbewerb sei neben der guten Arbeit von Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner der Schlüssel zum ganz großen Erfolg, so der 44-Jährige: "Andrea Petkovic, Sabine Lisicki, Julia Görges und Angelique Kerber befeuern sich gegenseitig. Wenn eine anfängt zu gewinnen, dann denkt die andere, die habe ich letzte Woche im Training doch geschlagen."

Außerdem gebe es im internationalen Damen-Tennis derzeit insgesamt eine flache Hierarchie.

"Es gibt keine dominante Nummer 1 bei den Damen. Victoria Asarenka schaffte es in wenigen Monaten, die Nr. 1 zu werden - das können unsere Mädels auch schaffen."

Bei den Männern ist der ehemalige Weltranglistenerste elektrisiert von Roger Federer (Schweiz) und Novak Djokovic (Serbien). Beiden traut er in diesem Jahr in seinem "Wohnzimmer" den Wimbledon-Doppelschlag beim Grand-Slam-Turnier und wenige Wochen später bei Olympia zu.

"Ich glaube, dass es einer von beiden auch schafft und somit unsterblich wird."

Der Weltranglistenerste Djokovic, der Ende Januar bei den Australian Open in einem Marathon-Match über Rafael Nadal (Spanien) triumphiert hatte, sei ein ohnehin ein Mann für den Grand Slam, "weil er auch in Paris siegen kann".

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