Australian-Open-Finalistin Li Na glaubt, dass ihre Erfolge bereits einen Tennis-Boom in China ausgelöst haben.

"Mittlerweile wollen so viele Kinder Profi werden. Sie sehen die Übertragungen im Fernsehen. Als ich klein war, war das noch ganz anders", sagte Li am Rande des WTA-Sandplatzturniers in Stuttgart, bei dem sie an Position zwei gesetzt ist.

Die 31-Jährige ist in ihrer Heimat ein Megastar. Die Übertragung ihres French-Open-Triumphs 2011 verfolgten rund 125 Millionen Landsleute am Fernseher.

Geschätzte 400 Millionen sahen am Morgen danach in den Nachrichten immer wieder die jubelnde Li Na, die zu den bekanntesten China-Exporten zählt.

"Ob mich jeder Chinese erkennt? Das kann man nicht sagen, denn unser Land ist sehr groß", meinte die Weltranglistenfünfte augenzwinkernd und fügte dann mit ernster Stimme an:

"Zwischenzeitlich war der Trubel schon unangenehm, aber inzwischen geht es wieder."

Zuletzt war Li Na sogar auf dem Titelbild des "Time"-Magazins zu sehen. Die Rechtshänderin soll zu den 100 einflussreichsten Menschen auf der Welt gehören.

"Als ich das Cover sah, dachte ich, diese Person kenne ich doch. Das war schon sehr cool und aufregend, dass sie mich gewählt haben. Ich hoffe, es hilft auch dem Tennissport in China weiter", erklärte Li, die ein Rosen-Tattoo über dem Herzen trägt.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel