Nach gut drei Monaten hat Sabine Lisicki die Zusammenarbeit mit ihrem Trainer Ricardo Sanchez schon wieder beendet.

"Es hat einfach nicht gepasst. Ricardo ist ein sehr guter Coach, aber seine Vorstellung war eine andere. Dadurch ist mir mein instinktives Spiel verloren gegangen, das mich immer so ausgezeichnet hat", sagte die Weltranglisten-47. beim WTA-Turnier in Stuttgart.

Bei der Sandplatzveranstaltung war Lisicki am Montagabend durch ein 6:3, 6:4 gegen die Qualifikantin Nastassja Burnett (Italien) ins Achtelfinale eingezogen. Neuer Coach der Berlinerin ist Robert Orlik, der auch Mona Barthel (Neumünster) betreut.

Lisicki hatte den 52-jährigen Sanchez erst am Rande der Australian Open Ende Januar in Melbourne als ihren neuen Trainer vorgestellt. Der Spanier hatte zuvor schon die früheren Weltranglistenersten Caroline Wozniacki (Dänemark) und Jelena Jankovic (Serbien) sowie die Russin Nadja Petrowa betreut.

Mit Wimbledon-Viertelfinalistin Lisicki, die zuvor immer von ihrem Vater Richard betreut worden war, konnte sich Sanchez offenbar nicht über die Taktik einigen.

"Ich konnte nicht frei aufspielen und war zu sehr eingeschränkt. Ich war zu defensiv", erklärte die 23-Jährige. Lisicki hatte mit Sanchez immerhin die Finals von Memphis und Pattaya erreicht.

Sanchez hatte im vergangenen Jahr Schlagzeilen gemacht, als er nach nur zwei Monaten von Wozniacki gefeuert worden war. Zudem hatte er einst beim Turnier in Tokio vor laufender Kamera eine Gegnerin seines Ex-Schützlings Petrowa übel beleidigt.

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