Angelique Kerber hat ihren dritten Titelgewinn auf der WTA-Tour verpasst.

Die Weltranglistenneunte verlor das Finale in Tokio gegen die frühere Wimbledonsiegerin Petra Kvitova aus Tschechien 2:6, 6: 0 und 3:6 und wartet damit im laufenden Jahr weiter auf ihren ersten Turniersieg.

"Nach dem zweiten Satz habe ich versucht, das Niveau zu halten, aber sie war am Ende zu gut und hat sehr aggressiv gespielt, das muss ich einfach anerkennen", sagte Kerber, die im Entscheidungssatz lediglich 48 Prozent ihrer ersten Aufschläge ins Feld brachte und zwischenzeitlich 0:4 zurücklag.

Dennoch lautete ihr Fazit: "Ich hatte eine großartige Woche."

Fand auch Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner, die ihrer Nummer eins via Twitter gratulierte: "Schade Angie!!! Trotzdem Glückwunsch an das ganze Team - diese Angie wollen wir sehen."

Mit dem Einzug ins Endspiel gegen die Nummer elf der Welt hat Kerber, die sich mit einer Prämie von 213.000 Dollar trösten kann, bei ihrem ersten Turnier seit dem Achtelfinal-Aus bei den US Open aber ihre Chance auf die Teilnahme am WTA-Masters vom 22. bis 27. Oktober erhöht.

Im Ranking des "Race to Istanbul" verbesserte sich die 25-Jährige vom zwölften auf den achten und damit letzten Qualifikationsrang.

Auch die Statistiker hatten ihre Freude an dem spannenden Endspiel in Japans Hauptstadt: Auf der WTA-Tour war das Finale zwischen Kerber und Kvitova das hochkarätigste Duell zweier Linkshänderinnen seit über 20 Jahren.

Im Februar 1993 bezwang Martina Navratilova im Endspiel von Paris die damalige Weltranglistenerste Monica Seles (beide USA) 6:3, 4:6, 7:6 (7:3).

Auf dem Weg in ihr zweites Endspiel der Saison hatte Kerber, die ihre bisherigen zwei Titel im vergangenen Jahr in Paris und Kopenhagen gefeiert hatte, im Halbfinale die frühere Weltranglistenerste Caroline Wozniacki aus Dänemark mit 6:4 und 7:6 (7:5) bezwungen.

Kvitova, die ihren elften Triumph auf der Tour verbuchte und in der kommenden Woche als Nummer sieben der Welt geführt wird, hatte in der Vorschlussrunde den Siegeszug von Venus Williams gestoppt und damit die erste Finalteilnahme der 33-Jährigen auf der Tour seit fast einem Jahr verhindert.

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