Deutschlands derzeit beste Tennisspielerin Angelique Kerber hätte nichts gegen die Verlängerung von Grand-Slam-Spielen bei den Frauen auf drei Gewinnsätze einzuwenden.

"Ich denke, wir sind fit und stark genug um fünf Sätze zu spielen", sagte die Weltranglistenneunte aus Kiel nach ihrer Final-Niederlage gegen Petra Kvitova aus Tschechien beim WTA-Turnier in Tokio.

Auch die ehemalige Weltranglistenerste Venus Williams aus den USA bekräftigte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur "AFP": "Klar, das wäre kein Problem. Wenn wir auf zwei Gewinnsätze spielen müssen, tun wir das. Wenn wir auf drei Gewinnsätze spielen, ist das auch in Ordnung."

Kerbers Finalgegnerin Kvitova ist allerdings anderer Meinung. "Die Top 50 werden immer besser, daher sind viele Matches mittlerweile sehr eng", sagte die Wimbledonsiegerin von 2011 und fügte hinzu: "Ich müsste mehr an meiner Ausdauer arbeiten und mehr Laufen gehen, um auf drei Gewinnsätze spielen zu können."

Wimbledonsieger Andy Murray hatte im Rahmen der US Open eine Angleichung der Spiellänge bei den Grand-Slam-Turnieren angeregt. Die Vereinigung der profesionellen Tennisspielerinnen WTA hatte bereits ihre Bereitschaft zur Umstellung signalisiert.

"Wir sind bereit, gewillt und in der Lage - man muss uns nur fragen", sagte WTA-Chefin Stacey Allaster. Konfliktpotenzial birgt die Thematik, da Frauen und Männer bei den Grand-Slam-Turnieren das gleiche Preisgeld erhalten.

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