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Erinnert an eine futuristische Weiterentwicklung des 6er-BMW: Vision EfficientDynamics © SPORT1

Die IAA in Frankfurt steht auf dem Programm und BMW wird mit einer ganz besonders aufregenden Kreation für Aufsehen sorgen.

Von Patrick FreiwahSchnelle Autos haben tragischerweise den Hang, zuweilen sehr viel Sprit zu verbrauchen. BMW lässt mit einer neuen Studie Hoffnungen entstehen, dass sich dieser bedauernswerte Zustand eines Tages ändern wird...

Die "Vision EfficientDynamics" kombiniert Fahreigenschaften, wie sie aus den M-Modellen bekannt sind, mit den Verbrauchswerten eines Kleinwagens. Hirngespinst oder realistisches Vorhaben? 148167(Hier geht's zu den Bildern...)

Sportcoupe mit 6er-Optik

Während die Optik stark an die 6er-Reihe erinnert, kommen unter der Karosserie gleich drei Motoren zum Einsatz. Umweltverschmutzung ade: Die komplexe Voll-Hybrid-Technologie garantiert ein umweltfreundliches Fahrverhalten, der Emissionsausstoß liegt bei mickrigen 99 g/km.

Zum Vergleich: Der eines Sportwagens der heutigen Generation ist mindestens dreimal so hoch... Beim rein elektrischen Fahren sinkt der Wert sogar noch mal um die Hälfte - die Reichweite beträgt bei dieser Variante etwa 700 km.

Verbrauchswerte eines Kleinwagens

Der Wagen besitzt einen drei Zylinder starken Turbodieselmotor mit 163 PS, der Antrieb erfolgt über eine Commonrail-Direkteinspritzung. Ergänzt wird das Aggregat von zwei Elektromotoren, die im Optimalfall - jedoch nur kurzfristig - für eine Maximalleistung von 38 kw sorgt (sonst 25).

Das E-System agiert auch als zusätzliche Unterstützung des Diesel-Aggregats. Der Verbrauch des bis zu 250 km/h schnellen Gefährts (elektronisch abgeriegelt) soll sich auf nur 3,76 Liter auf 100 km belaufen. Die Höchstleistung aller Komponenten zusammen beträgt hingegen 356 PS, was allerdings nur für einen kurzen Zeitraum, etwa bei einem Überhol-Vorgang, zu bewältigen ist.

Leichtbau a la Formel 1

Während das anspruchsvolle Antriebssystem noch in den Windeln liegt, erinnert die elegante Silhouette des Concept Cars an einen Gran Turismo. Die Karosserie wurde ähnlich wie die eines Formel-1-Boliden anhand Leichtbauweise erstellt. Der Wunderschlitten steht für aerodynamische Effizienz, ein Beispiel dafür ist eine Weiterentwicklung der aktiven Luftklappensteuerung, wie sie schon jetzt in Serienmodellen der Münchner zum Einsatz kommt. So sorgen u. a. Kühlerlamellen für eine perfekte abgestimmte Luftregulierung.

In Sachen Karosserie bedienten sich die Konstrukteure am Know How der Kollegen vom F-1-Rennstall Sauber-BMW. Besonders auffällig macht sich dies am Heck mit extravaganten Rückleuchten bemerkbar, sowie am Unterboden. Um Luft-Verwirbelungen Einhalt zu gebieten, ist dieser komplett verkleidet und ebenflächig.

Spezielle Kanäle leiten die hereinströmende Luft von der Front über die Radhäuser, wo sie dann zu einem "Air Curtain" genannten Strahl an der Seite heraustreten.

Chassis aus Aluminium

Für reizvolle Lichtelemente haben die Ingenieure ebenfalls gesorgt. Die Kühlerfront des in blau, weiß und schwarz gefertigten 2+2-Sitzers strahlt bei Nacht in leuchtend blauer Farbe und unterstreicht den emotionalen Charakters des Wagens. Bei den Scheinwerfern vorne und hinten kommt LED-Technik zum Einsatz.

Chassis und Fahrzeugboden bestehen komplett aus Aluminium, während bei dem langgezogenen Dach und der Außenhaut Polycarbonat-Glas zum Einsatz kommt.

Premiere auf der IAA

Durch den Verzicht auf eine B-Säule ermöglichen die großen Türausschnitte ein bequemes Einsteigen auch zu den Sitzen im Fond und geben den Blick auf den Innenraum frei, der sich aus einer Verknüpfung von Funktionalität und stilvoll reduzierter Formgebung präsentiert.

Zu bestaunen ist das Wunderauto von 17. bis 27. September auf der IAA in Frankfurt.

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