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Neun Tage lang hatten nicht die Vögel die Vorherrschaft am Sylter Himmel © intern

Bei den Titel-Entscheidungen am Sylter Himmel mussten sich die Deutschen Kitesurfer der Konkurrenz knapp geschlagen geben.

St. Peter-Ording - Der Colgate Kitesurf World Cup 2008 in St. Peter-Ording ist zu Ende. Neun Tage lang erlebten die Zuschauer extreme Wetter-Bedingungen, faszinierende Wettkämpfe und spannende Rennen.

Bei durchschnittlich fünf Windstärken zeigten die "Könige der Lüfte" mit hohen Sprünge, tollen Tricks und rasanten Rennen, warum das Kitesurfen die weltweit am schnellsten wachsende Trendsportart ist.

Boese ohne Fortune

Die deutschen Teilnehmer waren in allen drei Disziplinen vorn dabei. Pech hatte Kristin Boese, die im Course Racing und Kitecross den undankbaren vierten Platz belegte.

"Im nächsten Jahr habe ich vielleicht ein bisschen mehr Glück", zeigte sich die Potsdamerin als faire Sportlerin.

Winkowska ist Kitecross-Queen

Weltmeisterin im Kitecross wurde die Polin Karolina Winkowska, den WM-Titel im Course Racing sicherte sich die Britin Steph Bridge, der ein zweiter Platz in St. Peter-Ording hinter Gina Esteva aus Spanien reichte.

Im Freestyle gab Susi Mai aus München bei ihrem ersten Auftritt in St. Peter-Ording eine gute Figur ab und wurde Fünfte. Es siegte die Brasilianerin Bruna Kajiya vor der Spanierin Gisela Pulido.

Kein Treppchen für Bubmann

Bei den Herren zeigten die Rennspezialisten Klasse-Leistungen. Der Nürnberger Dirk Hanel und Sebastian Bubmann aus Flensburg gewannen je einen Lauf in der Disziplin Course Racing. Bubmann hatte im letzten WM-Rennen Pech, als er eine Boje falsch anfuhr, disqualifiziert wurde und dadurch den Sprung auf das Siegertreppchen verpasste.

"Der vierte Rang ist ein toller Erfolg, doch das nächste Mal gewinne ich hier", versprach der Flensburger. Sieger in St. Peter-Ording und damit neuer Weltmeister im Course Racing wurde der Franzose Charles Deleau.

Langeree siegt vor Solbach

Kevin Langeree aus den Niederlanden holte sich den WM-Titel im Kitecross vor dem US-Amerikaner Sky Solbach. Mario Rodwald aus Rendsburg machte beim Freestyle den Wettbewerb seines Lebens.

"Der fünfte Rang in diesem hochkarätigen Feld ist meine beste internationale Platzierung", freute sich der Deutsche Meister. Das hochklassige Finale gewann der Niederländer Kevin Langeree gegen den amtierenden Weltmeister Aaron Hadlow aus Großbritannien.

Konzerte versüßen das Rahmenprogramm

Damit war Langeree nicht nur der erfolgreichste Teilnehmer in St. Peter-Ording, sondern übernahm auch die Führung in der Freestyle-Weltrangliste. Insgesamt pilgerten 110.000 Zuschauer zu den Wettkämpfen an den Ordinger Strand. Dort wurde den Besuchern ein tolles Rahmenprogramm mit BMX- und Skateboard-Shows geboten.

Gratis-Konzerte mit Stefanie Heinzmann und "Wir sind Helden" sowie die allabendliche Beach-Party machten das Wassersport-Spektakel zu einem 24-Stunden-Highlight. Bei der Siegerehrung durch Surf-Legende Robby Naish wurde der Termin für das nächste Jahr bekannt gegeben: Vom 25. Juli bis zum 02. August 2009 treffen sich die besten Kitesurfer der Welt wieder beim Colgate Kitesurf World Cup in St. Peter-Ording.

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