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Bei "New Moon - Biss zur Mittagsstunde" führt Chris Weitz Regie ©

Robert Pattinson und Kristen Stewart sind herzzerreißend in "Biss zur Mittagsstunde", dem nächsten Teil der Twilight-Saga.

Bellas 18. Geburtstag bringt einschneidende Veränderungen mit sich, doch andere, als sie der Teenager erwartet hat.

Aus Sorge um Bella, die von einem seiner Vampirbrüder attackiert wurde, trennt sich Edward von ihr, zieht mit seiner Familie fort.

Trost in ihrem Schmerz findet Bella nur in ihrem Jugendfreund Jacob, der ihr wieder Hoffnung und Halt bietet. Doch auch Jacob verbirgt ein Geheimnis, eine zweite übernatürliche Identität, die ihn nicht nur zum romantischen Rivalen, sondern zum erbitterten Feind Edwards macht.

Aus der Kino.de-Kritik:

Zugebissen: Mit einem sensationellen Startergebnis bestätigen Millionen von "Twilight"-Fans, wie wirkungsvoll die Fortsetzung der übernatürlichen Lovestory schwärmerische Sehnsüchte und die Vorgaben von Stephenie Meyers Bestsellern erfüllt.

"About a Boy", Titel des überzeugendsten Films von Regisseur Chris Weitz, ist auch Programm für seinen mit Abstand erfolgreichsten. Denn um einen Jungen dreht sich alles im vorläufigen Höhepunkt dieses Popkulturphänomens - ganz aus der Gefühlswelt eines Mädchens erzählt, das die erste Liebe idealisiert und sie mit Leidenschaft lebt.

Nach der euphorischen Entdeckung folgt in dem erneut von Melissa Rosenberg adaptierten Nachfolger die Ernüchterung, dass Liebe und Leid nicht nur durch Alliteration verbunden sind.

Auslöser für diesen Erfahrungsgewinn ist eine kleine Verletzung Bellas (Kristen Stewart), die einen von Edwards Vampirbrüdern im Blutrausch fast Amok laufen lässt. Aus Sorge um Bella trennt sich Edward (Robert Pattinson) von ihr, zieht mit seiner Familie fort.

Zurück bleibt junges Elend mit Liebeskummer, von der Kamera im Wald und am heimischen Erkerfenster in symbolischen Bildern von Balanceverlust und Entwurzelung umkreist, während Monate der Tristesse vorüberziehen.

Die Schwermutfraktion unter den Fans, bei Twilightisten als Team Edward bekannt, erhält ihre Schlüsselreize in dieser Eröffnungsphase des Films - ein ausgedehntes sehnsüchtiges Hauchen und Flüstern zwischen den Liebenden, das schließlich abgelöst wird durch Tempoaufnahme, Humor und der Dominanz von Abenteuer.

Fraktion Lebenslust, genannt Team Jacob, bekommt nun Übergewicht. Bellas Jugendfreund Jacob (Taylor Lautner), im Vorgänger kurz eingeführt, wird zur neuen Hauptfigur im romantischen Werben, während Rivale Edward nur in Visionen präsent bleibt.

Für die weibliche Zielgruppe ist das eine Traumkonstellation, begehrt und beschützt zu werden von männlichen Idealtypen zwischen sanft, sensibel, stark und leidenschaftlich. So ist der Film auch die weibliche Anreizantwort auf Boytoys wie "Transformers". Knackige Jungs aus Jacobs Indianerstamm ziehen halbnackt durch die Wälder, bevor sie, zum Werwolf transformiert, streunende Vampire jagen.

Und auch Edward lässt sein Hemd fallen, bekommt Auftritte in Slowmotion und am Ende die Chance, den Volturi, mächtigen Vampiren in Italien, zu zeigen, wie viel Seele ein Untoter noch haben kann. Nimmt sich der Film anfangs viel Zeit, wirkt er zum Schluss hin etwas überhastet und schrammt mit seinem beworbenen, keuschen Teenagerleben manchmal auch an der Grenze zum Kitsch.

Doch keinen der Millionen von "Twilight"-Fans wird das im geringsten tangieren, zumal die Werwolfkompente dem Film als virile Note gut tut, die Effekte stark verbessert wirken und einige vitale, wenn auch kurze Actionsequenzen mit beeindruckend visualisierten Digitalkreaturen möglich machen.

Darüber hinaus ist Kristen Stewart eine unverändert identifikationstaugliche Hauptdarstellerin, die mit kleinen mimischen und emotionalen Zeichen die große Verunsicherung und Verletzlichkeit dieses Alters sichtbar macht. Denn das ist das "Twilight"-Franchise eben vor allem, eine Saga "About a Girl".

Cast Crew

Genre Fantasy/HorrorKinostart 26.11.2009Verleih ConcordeJahr 2009Länge131Regie Chris WeitzDarsteller Kristen Stewart, Robert Pattinson, Taylor Lautner, Ashley Greene, Rachelle Lefevre

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