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"The Book of Eli" © intern

Nichts scheint hier mehr zu leben außer der Sonne, deren Strahlen so gleißend brennen, dass Erblindung droht, wenn man sich ungeschützt nach draußen begibt. Draußen im Jahre 2044:

Da finden sich rund dreißig Jahre nach einer Katastrophe, die fast alles Leben auf Erden ausgelöscht hat, in verwüstetem Land nur die Überreste ungezählter Opfer, Ruinen einstmals pulsierender Städte und Autowracks auf zerstörten Freeways. Wenn sich in dieser Endzeit-Landschaft doch noch etwas regt, dann bringt es potentielle Todesgefahr mit sich. Eine scheinbar hilflose Frau am Straßenrand kann sich als Köder marodierender Banden erweisen, die für eine Flasche Wasser oder weniger töten. Wird doch einmal Gastfreundschaft gewährt, kann sich der Besucher schnell als Gefangener wieder finden. Alle sind entweder Jäger oder Gejagte. Manche mit Appetit auf Menschenfleisch, nachdem auch Tiere nahezu ausgestorben sind.

In dieser post-apokalyptischen Welt bahnt sich ein einsamer Wanderer seinen Weg. Sein Name ist Eli (Denzel Washington). Seit Jahrzehnten ist er unterwegs, wirkt schon wie verwachsen mit der surrealen Landschaft und hat die Gesetze der Straße instinktiv verinnerlicht. Wer sich ihm in den Weg stellt, wird es bitter bereuen. Er mischt sich nicht ein, wenn er nicht muss. Und er hat vor allem das Überleben gelernt, ob bei der Jagd nach Nahrung oder der Suche nach einem Paar Schuhen. Über ein vorsintflutliches Gerät hört er manchmal Musik, um etwas Ruhe zu finden. Lange pausieren kann er nie. Denn Eli hat ein Ziel. Er weiß nicht, wie weit sein Weg noch ist. Oder ob es überhaupt stimmt, dass irgendwo im Westen noch Hoffnung für eine funktionierende Gesellschaft zu finden sei. Er weiß nur, dass er sorgsam versteckt ein Buch in seinem Besitz führt, das zum Schlüssel für eine bessere Zukunft werden kann. Eli schützt dieses Buch mit seinem Leben, wohl ahnend, dass auch andere danach auf der Suche sind.

In einer namenlosen, zerfallenen Stadt, in der sich letzte Überlebende gesammelt haben und das Gesetz des Stärkeren herrscht, macht Eli auf seinem Weg irgendwann Halt, um im Tauschhandel etwas Wasser zu bekommen. Weil er als Fremder Aufmerksamkeit auf sich zieht, dauert es nicht lange, bevor ihn in einer Bar ein halbes Dutzend vagabundierende Biker angreifen - und kurz darauf tot auf dem Boden liegen. Eli mag schweigsam und friedfertig sein. Aber wenn er sich wehren muss, ist es, als schlage der Blitz zwischen seine Gegner. So dringt die Kunde über den Fremden auch rasch an das Ohr des Herrrschers über die Stadt, die Menschen und die streng bewachte Wasserquelle in der Nähe. Der despotische Carnegie (Gary Oldman), meist umgeben von seiner rechten Hand Redridge (Ray Stevenson) oder seiner blinden Geliebten Claudia (Jennifer Beals), hindert Eli zunächst freundlich, aber bestimmt am Weiterreisen. Um ihn auszuspionieren, schickt er Claudias Tochter Solara (Mila Kunis) in Elis Bett - doch die beiden beginnen nur ein vorsichtiges Gespräch, in dem Eli versehentlich die Existenz seines Buches preisgibt.

Als Carnegie davon erfährt, schlägt seine stets gefährliche Nervosität in enthemmte Manie um. Auch er ist auf der Suche nach einer ominösen Schrift, mit der er eine neue Weltordnung mit sich selbst als Herrscher schaffen will. Eli versucht durch die Hilfe eines verschrobenen Mechanikers (Tom Waits) zu flüchten, wird aber von Carnegie gestellt. Wie durch ein Wunder entkommt er nach einer blutigen Schießerei und wird auf seiner Flucht bald widerwillig von der jungen, wilden Solara begleitet, die von ihrer Mutter unter Tränen fortgeschickt wurde, auf dass die Tochter anderswo ein besseres Leben finde. Eli versucht Solara mehrfach loszuwerden, zu sehr ist er an seine Einsamkeit gewöhnt, zu groß ist sein Misstrauen. Doch mit ihren naiven, wissbegierigen Fragen kommt sie an Eli heran, der erkennt, dass er seine Ideale nicht nur mit sich herumtragen, sondern auch wieder mit anderen zu teilen lernen muss.

Auf ihrer Flucht geraten die beiden in eine Falle des alten Ehepaares George (Michael Gambon) und Martha (Frances de la Tour), das all die Jahre in einem verwitterten Häuschen überstanden hat. Obwohl Eli und Solara plötzlich bewirtet und wie Freunde behandelt werden, spüren sie bald, dass etwas nicht stimmt mit diesen waffenstarrenden Rentnern - doch bevor sie flüchten können, erscheint Carnegie mit seinen Männern. Beim folgenden martialischen Gefecht, das Opfer auf beiden Seiten nach sich zieht, hat Eli letztlich keine Chance. Er stellt sich Carnegie, verrät das Versteck seines Buches - und bekommt dafür einen kaltblütigen Bauchschuß. Triumphierend zieht Carnegie mit seinem motorisierten Tross von dannen und nimmt auch Solara wieder zur Sklavin. Die aber kann Gewalt über ein Fahrzeug erlangen und umkehren - und wird auch nicht mehr verfolgt, nachdem sie für Carnegie wertlos geworden ist.

Dieser hat schließlich in seinem Besitz, was er so lange ersehnte: Das Buch, mit dem er diese kaputte Welt zu kontrollieren können glaubt. Derweil findet Solara den schwer verletzten Eli, der ungeachtet seiner Wunden seinen Weg fortsetzen will. Hoffnung und Glaube an sich selbst geben Eli die Kraft, wieder aufzustehen. Irgendwann liegt Meeresgeruch in der Luft. Das Ziel ist nun nahe. Die Gefängnisinsel Alcatraz an der Westküste, auf der all die verblüffenden Geheimnisse gelüftet werden, die Eli ein Leben lang geschützt hat ...

Darsteller:Denzel Washington - EliGary Oldman - CarnegieMila Kunis - SolaraJennifer Beals - ClaudiaMichael Gambon - LombardiTom Waits - Ingenieuru.v.a.

Kinostart: 18. Februar 2010

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