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Sam Worthington (l.) spielte auch in Avatar die Hauptrolle © getty

Vom Kampf der alten Griechen gegen ihre Götter, neu inszeniert von Louis Leterrier, profitiert vor allem der Fan von effektsatter Non-Stop-Action.

Weil die Menschen nicht mehr zu den Göttern beten, lässt sich Zeus von seinem Bruder Hades zu einer furchtbaren Strafaktion überreden.

Wird das Königreich Argos nicht in 10 Tagen seine Prinzessin dem Ungeheuer Kraken opfern, droht die Zerstörung.

Mit einer Handvoll Krieger bricht Perseus, menschlicher Sohn des Zeus, auf, um ein Mittel zur Vernichtung des Ungeheuers zu finden.

Der Schlüssel liegt in den Augen der Medusa, die alles zu Stein verwandeln können. Aber auch in Perseus' Akzeptanz seiner göttlichen Herkunft.

Aus der Kino.de-Kritik:

Fast 30 Jahre liegt der erste "Kampf der Titanen" zurück, der als Abschiedsvorstellung von Stop-Motion-Titan Ray Harryhausen, nicht aber in seiner dramaturgischen Kompetenz ungeteilte Wertschätzung verdient.

Ein Hi-Tech-Remake, das den leicht albernen Ton des Originals durch eine etwas düsterere Komponente ersetzt, ist somit eine gute Idee, selbst wenn es auch in dieser Neuauflage der Herausforderung griechischer Götter wieder zu menschlichen Fehlern kommt.

Wie schon im Original ist die Geschichte ein bunter Remix alter Mythen, hier allerdings stark auf eine multiple Vater-Sohn-Dynamik getrimmt.

Drei Väter für Perseus

Weil Zeus in der Gestalt von Acrisius, des Königs von Argos, mit der Königin schlief und so einen Halbgott zeugte, der ausgesetzt und später von einem Fischer aufgezogen wurde, hat Perseus im Grunde drei Väter, die alle sein Schicksal beeinflussen werden.

Sein Adoptivvater wird durch den Gott der Unterwelt sterben und damit zum Motor für Perseus' Rache an Hades werden. Sein göttlicher Vater wird Perseus ("Avatar"-Star Sam Worthington) bei seiner Mission unterstützen, während Acrisius in der Gestalt des Monstrums Calibos wieder auftauchen und zur ersten Prüfung für Perseus werden wird.

Das mythische Meeresungeheuer

Weil die Menschen sich von den Göttern abgewendet haben, droht Hades, unterstützt von Bruder Zeus, den Kraken, ein mythisches Meeresungeheuer, auf Argos loszulassen, wenn nicht innerhalb von zehn Tagen Andromeda, die Prinzessin von Argos, dem Kraken geopfert wird.

Um dies zu verhindern, bricht Perseus mit einigen Fremden, die seine Gefährten werden, zu einer Mission auf, um ein Mittel gegen das unbesiegbare Ungeheuer zu finden.

Auch in 3D

Anders als im Original wird die Lovestory hier nicht mit Andromeda, sondern Perseus' Begleiterin Io entwickelt, was das emotionale Gewicht der finalen Konfrontation mit dem Kraken etwas reduziert.

Emotionale Distanz ist auch sonst ein Manko, das "Kampf der Titanen" jedoch mit vielen anderen Fantasyfilmen teilt.

Obwohl er sich verständlicherweise nicht mit "Avatar" messen kann, bietet der nachträglich 3D-konvertierte Film sowohl zwei- als auch dreidimensional Schauwerte genug.

Ohne große Atempausen kämpft sich Regisseur Leterrier ("Der unglaubliche Hulk") von der Konfrontation mit riesigen Skorpionen bis zum Duell mit Medusa vor, das auch hier ein Suspense-Highlight ist.

Mikkelsen kann punkten

Die Qualität der Effekte variiert, überzeugt aber grundsätzlich wie auch der effizientere, Komik-reduzierte Ton.

Es geht ernster zu in diesem "Kampf der Titanen", in dem Ralph Fiennes als grimmiger Hades und auch Mads Mikkelsen als Perseus Gefährte Draco punkten kann.

Und trotzdem ist es vor allem ein Fun-Film, der seinen Unterhaltungsauftrag erfüllt und den Schatten des Originals nie fürchten muss.

Cast Crew

Genre FantasyKinostart 8.04.2010FSK ab 12Verleih WarnerJahr 2010Länge106Regie Louis LeterrierDarsteller Sam Worthington, Gemma Arterton, Mads Mikkelsen, Alexa Davalos, Ralph Fiennes u. a.

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