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Adrien Brody gewann als einziger US-Schauspieler den französischen Cesar Award © SPORT1

Im 3. Teil der Twilight-Saga haben die Protagonisten ihre Verunsicherung größtenteils abgelegt. Höhepunkt ist der finale Fight.

Gerade als Bella Swan ihre Entscheidung getroffen hat, für ihre Liebe zu Vampir Edward das größte Opfer zu bringen, erreicht die uralte Feindschaft zwischen den Werwölfen und den Vampiren einen kritischen Punkt.

Nicht nur, weil sich Werwolf Jacob unbeirrt als bessere, weil menschliche romantische Alternative zu Edward anbietet, sondern, weil Vampire und Werwölfe sich erstmals annähern und einen Pakt schließen müssen, um einen neuen Feind aufzuhalten, der Bella, Edward und das ganze Städtchen Forks bedroht.

Aus der Kino.de-Kritik:

Im dritten und bislang überzeugendsten Teil der "Twilight"-Saga wird der Trennungsschmerz des Vorgängers von purem Überlebenskampf abgelöst.

Obwohl es für Vampire keine Entwicklung gibt, ihre ganze endlose Existenz Stasis ist, zeigt sich Progression in Stephenie Meyers Franchise, das trotz tragischer Implikationen die coolen Blutsauger letztlich feiert.

Entscheidung pro Edward

Das sehnsuchtsvolle Anschmachten und dekorative Leiden in emotionaler Verunsicherung - beides noch dominant in den Vorgängern - wird in "Eclipse - Biss zum Abendrot" weitgehend abgelöst von einem gereiften Beziehungsstadium, in dem wichtige Entscheidungen für die Zukunft längst getroffen sind.

Dass Bella (Kristen Stewart) Vampirmelancholiker Edward (Robert Pattinson) den Vorzug gegenüber dem kernig-knackigen Jacob (Taylor Lautner) aus dem Werwolf-Clan geben wird, stellt der dritte Teil nicht wirklich in Frage.

Beziehungsgeflechte

Auch wenn Jacob in seinem Werben um Bella nicht aufgeben will und sich mehrfach für sie und die träumende Fangemeinde zum Kuscheln anbietet - im flauschigen Wolfspelz oder mit unverstelltem Blick auf den gestählten Oberkörper.

Wichtiger als die Entscheidung ist dem Film die Konsequenz. In Gesprächen Bellas mit ihrer Mutter, Vampirgirl Rosalie und auch Jacob wird angedeutet, dass es Enkel nie geben, Bella sich nie weiterentwickeln und damit die Essenz des Lebens nie wirklich erfahren kann.

Größeres Personal-Spektrum

Auch wenn die Konzentration des Drehbuchs weiterhin auf dem romantischen Dreieck liegt, öffnet sich der Film mehr als seine Vorgänger auch anderen Figuren.

Regisseur David Slade, der nach seinem intensiven Debüt "Hard Candy" mit dem Vampirthriller "30 Days of Night" wohl das Ticket für "Twilight 3" löste, macht in seinen Kampf- und Actionszenen keine Gefangenen.

Koalition vs. junge Vampire

Hart, effektiv und gnadenlos geführt ist sein Finalfight zwischen einer instabilen Koalition von Werwölfen und Vampiren gegen die neue Bedrohung junger Vampire, die eine alte Bekannte aus den ersten Teilen in die Schlacht schickt, um sich an Edward zu rächen.

Ein Budget im 100 Millionen-Dollar-Bereich, das für ein Projekt dieser Popularität und Streuwirkung eigentlich zu erwarten wäre, hat Slade genauso wenig wie die Möglichkeit, das dramatische Potenzial des ganzen Figurenpersonals episch auszuloten. Aber die Balance zwischen Liebe, Kampf, Pathos und sogar Humor stimmt in dieser Fortsetzung.

Cast Crew

Genre Fantasy / HorrorKinostart 15.07.2010Verleih ConcordeJahr 2010Regie David SladeDarsteller Kristen Stewart, Robert Pattinson, Taylor Lautner, Bryce Dallas Howard, Billy Burke u.a.

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