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Fast 18 Jahre im Turm eingesperrt - nun sind für Rapunzel Abenteuer angesagt © SPORT1

Die kecke Rapunzel wird von der gefährlichen Außenwelt abgeschottet und muss ihre Jugend in einem Turm verbringen. Doch damit soll nun Schluss sein.

Rapunzel lebt zeit ihres Lebens, seit nunmehr fast 18 Jahren, in einem Turm. Ihre Mutter Gothel warnt sie eindringlich vor der Außenwelt, die viel zu schrecklich für sie sei.

Doch Rapunzel will unbedingt zu jenem Ort, in dem jedes Jahr in der Nacht ihres Geburtstags helle Lichter wie Sterne erscheinen. Unerwartet ergibt sich einen Tag vor ihrem 18. eine Gelegenheit, als der gesuchte Dieb Flynn in ihr Turmzimmer flüchtet.

Sie überwältigt ihn, fesselt ihn mit ihrer über 20 Meter langen blonden Haarpracht und erpresst ihn, sie dorthin zu führen.

Aus der Kino.de-Kritik

Der 50. Disney-Animations-Film ist ein amüsantes Abenteuer, das der bewährten Disney-Formel eine kräftige Portion Action und Slapstick verpasst und das Haar der Titelheldin in virtuose 3D-Schleifen legt.

Eine kecke Rapunzel trifft in diesem Märchen, das die Grimmsche Vorlage nur als Aufhänger nimmt, auf einen charmanten, eingebildeten König der Diebe auf der Flucht und begrüßt ihn mit einem Schlag mit der Bratpfanne.

Gejagt von der Mutter

Immerhin lebt das kreative Mädel seit fast 18 Jahren eingeschlossen in einem hohen Turm und hat noch nie jemand anderen als ihre vermeintliche Mutter Gothel, eine ebenso eitle wie fürsorgliche Frau gesehen, die sie von der gefährlichen Außenwelt fern gehalten hat.

Rapunzel fesselt Flynn mit ihrer über 20 Meter langen, magischen Haarpracht und erpresst ihn, sie zu jenem Ort zu begleiten, in dem sie jedes Jahr in der Nacht ihres Geburtstags helle Lichter wie Sterne von ihrem Fenster aus aufsteigen sieht. Auf ihrem Weg dorthin werden sie von den Verfolgern Flynns, die ihn und sein wertvolles Diebesgut haben wollen und Gothel, die Rapunzels Magie braucht, um ihr jugendliches Aussehen zu konservieren, gejagt.

Rasante Action-Szenen

Nathan Greno und Byron Howard verschmelzen klassische Disney-Elemente in Optik und Inhalt mit modernen rasanten Action-Szenen im Stil von "Indiana Jones" und manch eindrücklichen 3D Effekten. Da sieht etwa der Turm oder das Dorf hübsch romantisch wie aus den frühen Disney-Filmen aus.

Wenn Rapunzel ihr glänzendes Haar als Lasso benutzt oder das Paar durch eine Art Bergwerk flüchtet und ihm in einer Höhle das Wasser bis zum Halse steht, dann ist das nicht nur rasant in Szene gesetzt, sondern auch in 3D.

Gesangseinlagen und Identifikationsfiguren

Stark sind die komischen Szenen, die wie klassisches Screwball auf Slapstick und witzige Dialoge setzen. Am vielleicht ulkigsten ist der Abstecher des Paares wider Willen in eine heruntergekommene Kneipe. Dort entpuppt sich das furchterregendste Banditenvolk in einer Gesangseinlage als überraschend kreative und sympathische Gesellen. Da spielt der eine Klavier und der andere bastelt Ikebana.

Zu Publikumslieblingen dürften die Sidekicks avancieren, ein Pferd, das sich wie ein Jagdhund und ein Mini-Chamäleon, das sich als Chef aufführt. Natürlich bieten sich auch die Hauptfiguren zur Identifikation an.

Nicht nur was für Kitschverliebte

So ist Rapunzel keine klassische Schönheit, sondern hat Sommersprossen und Flynn wirkt wie eine Mischung aus Namensvetter Errol Flynn und Jake Gyllenhaals "Prince of Persia". Allen Modernisierungen zum Trotz steuern die beiden ihrem vorprogrammierten romantischen Happy End entgegen.

Auf dem Weg dahin tanzt das ganze Dorf und das Disney-Schloss wird mit einer Fülle bunter Lampions in 3D beleuchtet, dass es kitschverliebten Mädchen eine Freude ist. Eine starke Bösewichtfigur gibt die charismatische Stiefmutter ab, die mit dem knackigen "Mother Knows Best" den besten Gesangsauftritt des Filmes hat.

Herziger Spaß für Mädchen und Jungs aller Altersstufen.

Genre Trickfilm/KomödieKinostart 09.12.2010Verleih Walt DisneyJahr 2010Regie Nathan Greno, Byron HowardSynchronsprecher Alexandra Neldel, Moritz Bleibtreu u. a.

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