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Ihr neuer Job stellt Becky vor unerwartet große Schwierigkeiten © SPORT1

Becky Fuller bekommt die vertrauensvolle Aufgabe der Leitung eines New Yorker Morgenmagazins. Rüpel-Moderator Mike Pomeroy hat das "Nachrichtenfieber" jedoch noch gar nicht gepackt. Für ihn ist die neue Aufgabe unter seiner der Würde.

Als die Fernsehproduzentin Becky Fuller die Chance erhält, die Leitung des New Yorker Morgenmagazins "Daybreak" zu übernehmen, scheint auf den ersten Blick ein Traum in Erfüllung zu gehen.

Als erste Maßnahme zieht sie sich den namhaften Moderator Mike Pomeroy an Land. Doch der empfindet es als unter seiner Würde, über die primitiven Themen eines ordinären Morgenmagazins zu berichten und verhält sich alles andere als kooperativ.

Streitereien und Zickenkrieg verwandeln Beckys Karriere schon bald in ein Albtraumszenario.

Aus der Kino.de-Kritik

Von "Notting Hill"-Regisseur Roger Michell inszenierte romantische Screwball-Komödie, in der sich Nachwuchsstar Rachel McAdams ("Sherlock Holmes") mit Harrison Ford und Diane Keaton im "Nachrichtenfieber" befindet.

Nach einem Drehbuch von Aline Brosh McKenna ("Der Teufel trägt Prada") mimt McAdams (sie spielte in "State of Play" eine Nachwuchsjournalistin) die beherzt-idealistische Fernsehproduzentin Becky Fuller, die eine Riesenchance erhält beim Morgenmagazin Daybreak in New York zu arbeiten.

Ihr erster großer Coup ist es, den renommierten Nachrichtensprecher Mike Pomeroy (Ford) als Mitarbeiter zu gewinnen. Pomeroy ist jedoch nur aufgrund einer kniffeligen Vertragsklausel mit dem Fernsehsender mit an Bord - und dies äußerst widerwillig und übellaunig.

Seichte und würdelose Unterhaltung

Für ihn ist das Morgenmagazin mit peinlich niedrigen Einschaltquoten, bei dem es mehr um seichte Unterhaltung als anspruchsvolle Nachrichten geht, unter seiner Würde. Seine Co-Moderatorin Colleen Peck (Keaton wird sträflich an den Rand gedrängt) ist von ihrem überheblichen neuen Kollegen wenig angetan und die beiden zanken sich ununterbrochen.

Becky fällt die undankbare Aufgabe zu, zwischen ihnen zu vermitteln und zu versuchen, Pomeroy zur Kooperation zu bewegen. Darüber hinaus muss sie sich etwas einfallen lassen, um das Absetzen der Sendung zu verhindern, die ihr Boss (Jeff Goldblum) angedroht hat, falls es ihr nicht gelingt höhere Zuschauerzahlen zu erreichen.

Neben all dieser Arbeitsüberlastung findet Becky noch Zeit sich in Traummann Adam Bennett (Patrick Wilson) zu verlieben. Bei dieser Beziehung sprühen lange nicht so viele Funken, wie bei der zwischen Becky und Pomeroy.

Quirlig und humorvoll

Und das obwohl diese rein platonisch und väterlich angelegt ist. Ford geht dabei ganz in seiner Rolle als Snob auf, während McAdams es versteht, ihre Figur mit ihrer charmanten Art sympathisch zu gestalten.

Die arbeitswütige Karrierefrau Becky könnte mit ihrer hektischen Art auch leicht enervierend überdreht wirken.

Einige Sentimentalität dämpft diesen Effekt zusätzlich, insgesamt ist der Ton der kurzweiligen Komödie jedoch quirlig und humorvoll gehalten.

Journalistenalltag unter der Lupe

Eine Menge Lacher können nicht nur mit witzigen Wortgefechten, sondern auch mit den gewagten Slapstick-Stunts des Wetteransagers erzielt werden. Wie in "Nachrichtenfieber - Broadcast News" wird der Journalistenalltag höchst unterhaltsam geschildert.

Letztlich wird diesem Aspekt mehr Gewicht zugestanden als der romantischen Komponente der Story. Das liebenswürdige "Working Girl" wird dennoch gerade bei etwas reiferen Frauen mit einem Faible für Ford etliche Fans verbuchen können.

Genre Komödie / USAKinostart 13.01.2011Verleih ParamountJahr 2010Regie Roger MichellDarstellerRachel McAdams, Harrison Ford, Diane Keaton, Patrick Wilson, Jeff Goldblum u.a.

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