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Courteney Cox (m., blauer Blazer) schlüpft wieder in die Rolle der Reporterin Gale © getty

Sidney kehrt in ihr Heimatdorf zurück und trifft dort auf den verrückten Killer. Der geht blutiger und fleißiger denn je vor.

Sidney kehrt in ihr Heimatdorf zurück.

Zehn Jahre sind vergangen, seitdem sie sich zum letzten Mal mit dem verrückten Maskenmann duellieren musste.

Doch unmittelbar nach ihrer Ankunft klingelt wieder das Telefon: Der Killer meldet sich zurück. Und lässt Taten folgen: Sidney, ihre Freunde und die Teenager der Stadt können sich nach ersten Morden nicht mehr sicher fühlen.

Und während man mit Debatten über die veränderten Regeln des Horrorfilms dem Modus Operandi des Irren auf die Spur kommen will, geht das Töten unvermindert weiter.

Aus der Kino.de-Kritik

Weil Traditionen gepflegt und neue Teengenerationen diszipliniert werden müssen, kehrt Wes Cravens filmbesessener Maskenkiller zum Tagesgeschäft zurück.

Jugend hält jung - und so schart der 71-jährige Horrorguru erneut schulpflichtige Halberwachsene um sich, die bisher in der chronischen Opferrolle genauso seine Karriere forcierten wie die Täter, die sie im "Nightmare"- und "Scream"-Franchise im Akkord richteten.

Elf Jahre nach "Scream 3" und einem darauf folgenden durchwachsenen Jahrzehnt erwarten Craven und Kevin Williamson, die Masterminds des Originals, die Rückkehr glorreicher Horrortage, nach denen sich auch ein neuer Schlitzer mit alter Handschrift sehnt.

Mordserie als Appetizer

Gerade als Sidney (Neve Campbell), die Überlebenskünstlerin der ersten drei Teile, nach zehn Jahren Abwesenheit den Weg in ihre Heimatstadt zurückfindet, um dort ihr Buch vorzustellen, taucht ein neuer Phantomkiller auf.

Sein Zentralziel ist es, Sidney vor sein Messer zu bekommen, zuvor aber sie und ihre Cousine (Julia Roberts' Nichte Emma) mit einer Mordserie als Appetizer gepflegt zu terrorisieren.

Kids, die ihr Leben genießen

Wie bereits in den Vorgängerfilmen gibt es jede Menge Kids, die trotz tranchierter Körper Bedrohung erst mit Sichtkontakt zum Schlitzer ernst nehmen, davor aber ihr junges Leben genießen, bei dem Sex einen nur noch geringen Stellenwert zu haben scheint.

Ähnlich arglos sind die Gesetzeshüter, angeführt vom liebenswerten Sheriff-Schussel Dewey (David Arquette), der wie die ebenfalls präsente Ex-Reporterin Gale zu den Veteranen der "Scream"-Serie gehört.

Kaum Mitgefühl der Zuschauer

Trotz dreier Mordreihen und sieben "Stab"-Filmen, die selbige im Kino kommerziell ausschlachteten, sind also die Kids von Woodsboro ungenügend sensibilisiert - womit der Killer auch hier nicht mit Gegenwehr etwa durch Elektroschocker rechnen muss und sich das Mitgefühl des Zuschauers mit den meisten Opfern in Grenzen hält.

Allzu ernst nehmen auch Craven und Williamson ihren Killer nicht, obwohl dieser blutiger und fleißiger denn je seiner Berufung folgt. Neulinge im "Scream"-Universum werden von den Attacken in Häusern oder Tiefgaragen und einigen klassischen Jumpcuts angemessen geschockt werden, Slasher-Veteranen können Spaß an den gewohnten selbstreferenziellen und ironischen Kommentaren haben.

Film-im-Film-im-Film-Opener

Originell an Cravens Reboot, das der Blogger-Simser-Phoner-Lust der Kids ausgiebig Rechnung trägt, ist neben dem verschachtelten, über die Sequelitis Hollywoods spottenden Film-im-Film-im-Film-Opener vor allem das Motiv des Killers.

In einer Zeit, in der jeder berühmt werden kann, ohne wirklich etwas erreicht zu haben, stellt der Maskenmann den Leistungsgedanken in den Vordergrund. Da ist er - wie der Film insgesamt auch - ganz Traditionalist.

Genre: Thriller/HorrorKinostart: 05.05.2011Verleih: Wild BunchJahr: 2011Regie: Wes CravenSchauspieler: Neve Campbell, Courteney Cox, David Arquette, Lucy Hale, Shenae Grimes

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