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In "Hangover 2" müssen sich Alan, Stu und Phil erneut mit einem Filmriss herumschlagen © getty

Wieder schickt Regisseur Todd Phillips sein ziemlich trinkfestes Wolfsrudel in ein Mega-Besäufnis - Filmriss inklusive.

Phil, Alan, Doug und Stu reisen nach Bangkok, wo Stu eine junge Thailänderin heiraten will.

Am Tag vor der Hochzeit machen sich Phil, Alan und Stu mit Teddy, dem kleinen Bruder der Braut, auf, um den Junggesellenabschied zu feiern.

Am nächsten Morgen wachen die drei Freunde in einem schäbigen Hotelzimmer auf. Alan wurden die Haare rasiert, Stu hat eine Tätowierung im Gesicht, ein kleiner Affe leistet ihnen Gesellschaft.

Sie können sich an nichts erinnern, und Teddy ist spurlos verschwunden.

Aus der Kino.de-Kritik

Insgesamt würdiger Nachfolger des Überraschungshits von 2009, der das Wolfsrudel dieses Mal in Bangkok durch die Partyhölle jagt.

"Es ist schon wieder passiert", seufzt Stu. Und die Verwunderung, die dabei mitschwingt, kommt nicht von ungefähr. Die vernebelten Un- und Zufälle, die Doug, Stu, Phil und Alan vor zwei Jahren in Las Vegas zustießen, waren eigentlich abgefahren genug, um für eine ganze Generation von trinkfreudigen Studenten auszureichen.

Besäufnis in Bangkok

Wie kann so etwas also einer Handvoll braver Mittdreißiger nur zum zweiten Mal passieren? Aber wie wir schon dank Bruce Willis aus der "Stirb langsam"-Reihe wissen: Manche Leute ziehen das Pech einfach magisch an.

Und so muss das Wolfsrudel abermals den Kater seines Lebens durchstehen, als es eines Morgens in einem heruntergekommenen Zimmer mitten in Bangkok aufwacht und sich an rein gar nichts erinnern kann.

Nur ein abgeschnittener Finger

Wenigstens warum sie in Thailand sind, ist den Männern klar: Hier will Stu seine inzwischen tatsächlich perfekte Liebe, Lauren, heiraten.

Selbstredend sind auch seine alten Freunde mit am Start und versprechen die Junggesellenparty dieses Mal ruhig angehen zu lassen. Lediglich ein Bier am Strand zusammen mit Laurens 16-jährigem Bruder Teddy soll es werden. Doch natürlich kommt es anders.

Lediglich Doug schafft den Absprung, auf den Rest wartet ein (kopf)schmerzhaftes Erwachen. Und zu allem Überfluss ist Teddy nach der durchzechten Nacht spurlos verschwunden. Stu, Phil und Alan finden lediglich seinen abgeschnittenen Finger. Und so müssen es die drei, auf der Suche nach dem Jungen mit ganz Bangkok aufnehmen.

Eingespieltes Team

Nach dem weltweiten Riesenerfolg von "Hangover", lag es nahe das Wolfsrudel noch einmal ins Verderben zu schicken. Dennoch dürfte es kein leichtes Unterfangen gewesen sein, den ersten Teil toppen zu wollen.

Gut, dass Regisseur Todd Phillips erneut auf sein bestens eingespieltes Team, bestehend aus Bradley Cooper, Ed Helms, Justin Bartha und Zach Galifianakis, zurückgreifen konnte. Vor allem Galifianakis' und Ken Jeongs - wieder als Mr. Chow - anarchischer Humor lassen alle Dämme des guten Geschmacks brechen und sorgen für die meisten Lacher.

Giamatti ist nicht Tyson

Dennoch hat "Hangover 2" mit dem typischen Sequel-Problem zu kämpfen. Dass sich Handlung und Figuren nur marginal vom Original unterscheiden, stört weniger, als dass sich der Film schwertut, die Extreme des Vorgängers zu erreichen.

Ein Affe ist nun mal kein Tiger und Paul Giamatti ist nicht Mike Tyson. Vor allem im Zwischenteil kann der Film sein Tempo nicht halten und nach dem, wieder einmal legendären Abspann überkommt einen kurzzeitig das Gefühl, man hätte lieber dem eigentlichen Absturz als den verkaterten Nachwirkungen zugesehen.

Skurrile Szenen, derber Witz

Nichtsdestotrotz fällt dem Zuschauer mehr als einmal die Kinnlade runter, in Anbetracht einiger herrlich derber Szenen, die das "R-rated" in den USA mehr als nachvollziehbar machen.

Und so ist es wohl auch hier, wie im richtigen Leben: Die Geschichten über das Saufgelage sind meist besser als das Besäufnis selbst - was einen aber nicht davon abhält, gleich mal das nächste Bier zu ordern.

Genre: KomödieKinostart: 02.06.2011Verleih: WarnerJahr: 2011Regie: Todd PhillipsSchauspieler: Bradley Cooper, Ed Helms, Zach Galifianakis, Justin Bartha, Ken Jeong

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