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Für Harry Potter (Daniel Radcliffe) kommt es zum Endkampf mit Lord Voldemort © intern

Lord Voldemort als Fürst der Finsternis ist kurz davor, den Endsieg zu feiern. Doch Zauberlehrling Harry Potter wehrt sich.

Während Lord Voldemort seine Anhänger zum Endkampf um Hogwarts versammelt, versuchen Harry, Hermine und Ron die letzten verbleibenden Horkruxe zu vernichten, um Voldemort und seine gesplittete Seele entscheidend schwächen zu können.

Viele Opfer wird es im Kampf gegen Todesser, Dementoren und Riesen zu beklagen geben.

Fast scheint der siegessichere Fürst der Finsternis tatsächlich triumphieren zu können, doch eine eigene Fehleinschätzung, eine fremde List und Harry Potter besiegeln schließlich sein Schicksal.

Aus der Kino.de-Kritik

Der achte und letzte Film mit dem gereiften Zauberlehrling bringt den erwartet epischen und actionintensiven Showdown mit dem Fürsten der Finsternis.

Alles endet hier. Zehn Jahre, so lange wie die Belagerung Trojas, zog sich der Kampf Potters mit Lord Voldemort hin.

Auch wenn durch das Splitting des letzten Buchs der entwickelte dramatische Sog nicht ohne Verpuffungsreaktionen in den Nachfolger übernommen werden kann und die Varianz von Action und Figurencharakterisierung zugunsten einer Dominanz dieser Aspekte in den jeweiligen Teilen aufgegeben wurde, atmet das Finale Qualität, ist ein würdiger Abschluss eines Franchise, das Filmgeschichte schrieb.

Nach der Konzentration des Vorgängers auf das zentrale Trio und ein Gefühl unausweichlicher Isolation, öffnet sich Teil 2 zu einer Finalschlacht, bei der das Gemeinsame die Vereinzelung ablöst.

Nebenfigur stirbt

David Yates' muss alle Fragen beantworten, die Verbindung zu den früheren Filmen halten, kann den Motor nie stottern lassen.

Die Folge ist ein mit Charakteren, Action und Effekten gespicktes Finale, in dem der Tod einer wichtigen Nebenfigur fast zur Randnotiz wird und die Dynamik zwischen den drei Protagonisten sich auf kurze Blicke oder Berührungen beschränken muss. Die verbliebenen Horkruxe gilt es zu vernichten, um Voldemort entscheidend schwächen und dann vernichten zu können.

Ein Auftrag, der zum Eindringen in die Zaubererbank, zur Konfrontation mit einem Drachen und einem Geist (stark: Kelly Macdonald) und schließlich zur Schlacht mit Voldemorts Anhängern führt, in der Regisseur Yates den Actiontableaus der "Herr der Ringe"-Trilogie seine Reverenz erweist.

Showdown: Potter trifft auf Voldemort

Am Ende des Masterplans einer bereits verstorbenen Hauptfigur, dessen Zentralstationen aus einer anderen, alles enthüllenden Perspektive noch einmal aufgerollt werden, steht das direkte Duell zwischen Potter und Voldemort, das, verglichen mit dem Spektakel vorausgegangener Sequenzen, wie ein kurzes, effektives Todeszucken wirkt.

Ohne Atempause präsentiert der Film Bilder aus der Vorhölle, donnert eine große Oper über die Leinwand, deren Heiligtümer die lustvoll theatralischen Darstellungen von Ralph Fiennes und Alan Rickman, vor allem aber die plastisch-düstere Optik von Kameramann Eduardo Serra und der herausragend Schwermut, Romantik und Dramatik harmonisierende Score von Alexandre Desplat sind.

"Alles war gut", das Resümee des Buchs, gilt also auch hier.

Genre: FantasyKinostart: 14. Juni 2011Verleih: WarnerJahr: 2011Regie: David YatesSchauspieler: Daniel Radcliffe, Emma Watson, Rupert Grint, Helena Bonham Carter, Robbie Coltrane

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