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PRevolution ist das Prequel zu Tim Burtons Klassiker aus dem Jahr 1968 © getty

Ein Labor-Experiment gerät außer Kontrolle und die Menschheit wird mit einem Virus infiziert. Titelheld ist der Affe Caesar.

Hilflos muss der Wissenschaftler Will Rodman mit ansehen, wie sein einstmals brillanter Vater an Demenz dahinsiecht.

Er beginnt mit Schimpansen zu experimentieren, um ein Gegenmittel zu finden.

Nach einem Vorfall im Labor bringt Will das Schimpansenbaby Caesar nach Hause und zieht den hyperintelligenten Primaten wie ein Familienmitglied groß.

Als Caesar einen Nachbarn anfällt, wird er in ein Affenheim gesteckt, das sich als Gefängnis entpuppt.

Aus der Kino.de-Kritik

Gelungenes Reboot des "Planet der Affen"-Franchise, das als Prequel die Perspektive der Affen einnimmt und den Fortschritt der Performance-Capture-Technik beeindruckend zur Schau stellt.

Zehn Jahre nach Tim Burtons Version des Science-Fiction-Klassikers von 1968, dem vier Kinofilme und diverse TV-Filme und eine Serie folgten, vertraute Fox dem relativ unbekannten Rupert Wyatt die Regie des Reboots an.

Der Brite und das Drehbuchautorenpaar Rick Jaffa und Amanda Silver gehen noch ein paar Jahre weiter zurück und erzählen klassisch und nachvollziehbar von Geburt und Coming-of-Age von Caesar, und über einen langen Ausflug ins Gefängnis- bzw. Ausbruchsfilmsubgenre wie aus dem intelligenten Schimpansenbaby der Anführer einer Revolution der Affen wird.

Wyatt kann sich hier auf seine Erfahrung bei "The Escapist - Raus aus der Hölle" stützen, der Titel passt auch hier auf einige Sequenzen.

Affe Caesar als Titelheld

Am Anfang von "Planet der Affen: PRevolution" steht jedoch der durch die Alzheimer-Erkrankung seines Vaters (herzzerreißend: John Lithgow) motivierte Forscherdrang eines von James Franco gespielten jungen Wissenschaftlers.

Seine zugleich positive und tragische Figur - obwohl und weil er Tierversuche und Labortiere erst überdurchschnittlich intelligent macht und die Menschheit ungewollt mit einem tödlichen Virus infiziert - rückt spätestens nach der Hälfte des Films in den Hintergrund, um den Titelhelden - allen voran Caesar - die Bühne zu überlassen.

Die ausgeprägte Mimik verleiht ihm Andy Serkis, dem Gollum der "Herr der Ringe", dem man unter dem perfekten Affengesicht nicht erkennt.

Beeindruckend perfekt sind die Gesichter und das Minenspiel von Schimpansen, Gorillas und Orang Utans, sie wirken nahezu natürlich.

Kinomagie und Popcornmovie

Nachgerade atemberaubend wird es, wenn die Tiere in Bewegung gefilmt werden, das Gebäude mit den Labors stürmen und im Showdown über die nebelverhangene Golden Gate Bridge trampeln, galoppieren, hangeln und die Polizeikräfte überrennen.

Das ist pure Kinomagie, in denen der Zuschauer gebannt dem Popcornmovie folgt.

Was Live-Action bzw. das Werk der Effekte und Performance Capture-Künstler ist, ist quasi nicht auszumachen, die blitzschnelle Kamera von Andrew Lesnie, Oscar-prämiert für "Der Herr der Ringe 1" und Menschenaffenerfahren mit "King Kong", folgt den Affen mühelos, auch auf die Gipfel der höchsten Redwoodbäume hinauf.

Szene a la Charlton Heston

Die vielleicht beste Szene ist jedoch, wenn Caesar als Replik auf ein wohlbekanntes Schimpfen in der Art von Charlton Hestons "Nimm deine Dreckspfoten weg, du stinkender Affe" von dem von Tom Felton gespielten Zoowärter der sadistischen Art zum ersten Mal spricht und ein donnerndes Nein hören lässt.

Neben dem Lob für Effekte, Kamera, Schnitt und die clevere Erzählweise, fällt die Musik von Patrick Doyle angenehm auf - dadurch, dass sie im Gegensatz zu vielen anderen Action-Film-Scores nicht auffällt, sich zurücknimmt, auf zu großen Bombast verzichtet und dennoch Akzente setzt.

Ein Reboot, das Lust auf Sequels weckt und es sich leisten kann, die verheerende Auswirkung der neuen "Intelligenz-Medizin" im Abspann nur durch die digitale Anzeige von Flugrouten anzudeuten.

Genre: Science-FictionKinostart: 11. August 2011Verleih: FoxJahr: 2011Regie: Rupert Wyatt

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