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Bruce Willis (l.) spielt in "Lady Vegas" einen Sportwettenveteranen © SPORT1

Auf der Suche nach dem großen Glück landet Beth beim Sportwettenveteranen Dink in Las Vegas. Doch dessen Frau macht Probleme.

Viel Glück hat Beth bisher nicht, aber als Stripperin oder Kellnerin immer ein großes Herz gehabt.

In Las Vegas, im kleinen Büro von Sportwettenveteran Dink, soll sich ihr Leben jetzt zum Besseren wenden. Tatsächlich steigt auch die Quote von Beth, die für Dink als Mitarbeiterin und Freundin unersetzlich wird.

Bis Ehefrau Tulip einschreitet und die Aufsteigerin wieder auf den Boden bringt. Aus Dinks Leben aussortiert, versucht Beth in New York ihr Wettglück und riskiert damit alles - auch die Chance auf eine neue Liebe.

Aus der Kino.de-Kritik

In seiner neuen Komödie aus dem Sportwettenmilieu kann Stephen Frears auf eine prominente Besetzung und die wahre Geschichte einer ungewöhnlichen Aufsteigerin setzen.

Einen "Wohlfühlfilm" nennt Drehbuchautor D.V. De Vincentis ("Ein Mann, ein Mord") seine Adaption der Erinnerungen von Beth Raymer, in denen sich die Vita von Diablo Cody und ein klassisches Hollywood-Märchen zu spiegeln scheinen.

Tatsächlich ist "Lady Vegas" absolut giftfreie Zone, ein entspannter Film, über den man schmunzeln, sich aber auch wundern kann, ob sein Schauplatz wirklich die Erde oder ein positiveres Paralleluniversum ist.

Ehefrau Tulip als Gegenspielerin

Protagonistin Beth (Rebecca Hall) surft von Job zu Job, zuletzt als Stripperin mit Spezialität Hausbesuche, bevor sie ein gefährlicher Kunde zum Umdenken und so auf der Suche nach dem großen Glück nach Las Vegas bringt.

Dort landet sie beim sympathischen Branchenveteranen Dink (Bruce Willis), der Quoten von Sportwetten weltweit beobachtet und gegebenenfalls manipuliert, um dann mit seinem Einsatz zuzuschlagen.

Beths Body und ein außergewöhnliches Zahlengedächtnis machen die Newcomerin bald unverzichtbar für Dink, bis dessen Frau (Catherine Zeta-Jones) ein Machtwort spricht und die Aufsteigerin, von Dink romantisch und geschäftlich aussortiert, wieder auf den Boden zwingt.

Von dieser Zäsur an, die jeder Zuschauererwartung widerspricht, treibt Beth, wie der Film auch, ohne echten Fokus dahin, wechseln Glück, Pech und Schauplätze, werden Beziehungen geschlossen und wieder aufgegeben, sorgt die Gefahr einer möglichen FBI-Untersuchung für einen Hauch von Dramatik, ohne den sanften Ton des Films je zu sabotieren.

Nach einer wahren Begebenheit

Obwohl "Lady Vegas" eine wahre Geschichte erzählt, wirkt er märchenhaft in Situationen und Figuren.

Ein Eindruck, der der Prägung durch Film geschuldet sein kann, wie Raymer selbst zugibt, die in dieser Szene mit hohen Einsätzen und Risiken nie einen der Gangster getroffen haben will, die Hollywood sonst ausstellt und man auch als Zuschauer hier erwarten würde.

Unglaubwürdigkeit schließt also Wahrheit nicht aus in dieser Komödie, die Bruce Willis eine charmante Spießerrolle und Rebecca Hall als quirlig-überdrehte Lebenskünstlerin mit Herz Abstand von ihren gewohnten Figuren nehmen lässt.

"Lady Vegas" ist eine Wettkomödie, die mit Erwartungen und Widersprüchen spielt, uraufgeführt beim eisigen Sundance Festival, aber sonnig durch und durch.

Genre: Drama/KomödieKinostart: 19. Juli 2012Verleih: Wild BunchJahr: 2012Regie: Stephen FrearsDarsteller: Bruce Willis, Rebecca Hall, Catherine Zeta-Jones, Vince Vaughn

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