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Lokalmatadorin Kristin Boese aus Potsdam zählt in St. Peter Ording zum Favoritenkreis © getty

München - Der Wettbewerb ist in vollem Gange! Die ersten Kitesurfer schwebten beim Auftakt des Colgate Kitesurf World Cup am Himmel von St. Peter-Ording.

Das Trendsport-Event startete mit der Qualifikation für das Hauptfeld im Freestyle. 23 Fahrer kämpften bei stürmischem Wetter um 16 freie Plätze.

Als einer der ersten erledigte der Münchner Silvester Ruckdaeschel diese Pflichtaufgabe, obwohl ihm das raue Klima am Ordinger Strand zusetzte.

Den Umstellungsproblemen trotzen

"Im vergangenen Jahr habe ich mich für die Nordsee auf Sylt vorbereitet und wusste, was mich beim Colgate Kitesurf World Cup erwartet. Diesmal komme ich aus Fuerteventura, und da ist die Umstellung schon enorm", sagte Ruckdaeschel, der im vergangenen Jahr Neunter in St. Peter-Ording wurde.

Aber auch wenn die Bedingungen in St. Peter-Ording manchmal schwierig sind:

Surfer aus 17 Nationen

So viele Teilnehmer wie der Colgate Kitesurf World Cup hat keine der insgesamt zehn Stationen der PKRA Welttour. 80 Kiter aus 17 Nationen kämpfen hier um die WM-Titel im Kitecross und Course Racing oder zeigen ihre Flugkünste in der Königsdisziplin Freestyle.

Deutschland ist mit 34 Startern am stärksten vertreten, mit weitem Abstand folgen Spanien und die Niederlande mit neun und sieben Teilnehmern.

Ist die Jüngste die Beste?

Die weiteste Anreise hat die Weltranglisten-Zweite aus Brasilien, Bruna Kajiya. Für den Deutschen Meister Mario Rodwald aus Rendsburg ist die Anfahrt dagegen nur ein Katzensprung. Die Jüngste ist gleichzeitig auch die Beste.

Die amtierende Weltmeisterin Gisela Pulido führt mit ihren 14 Jahren auch in diesem Jahr die Weltrangliste an und ist die große Favoritin in St. Peter-Ording. Für Detlef Teichmann aus München zählt nur der olympische Gedanke. "Dabei sein ist alles" lautet das Motto des 60-jährigen Oldies, der im Course Racing und Kitecross startet.

Nachwuchs-Talent begeistert die Massen

Kaum hatten am Samstag die Freestyler die Qualifikation für das Hauptfeld beendet, folgte der erste Höhepunkt: ein Live-Konzert mit Stefanie Heinzmann am Ordinger Strand. Auch das Wetter spielte mit, Wind und Regen ließen nach, als die Schweizerin um 18 Uhr die Show-Bühne auf dem 20.000 Quadratmeter großen Eventgelände betrat.

5000 Fans groovten mit und waren vom 19-jährigen Stimmwunder begeistert, das mit Pop, Funk und viel Soul die erste Beach-Party eröffnete. Schon zwei Stunden vorher war Heinzmann in St. Peter-Ording angekommen und hatte das erste Mal in ihrem Leben Nordseeluft geschnuppert.

"Ich war noch nie an der deutschen Küste und bin total begeistert. Der Wind, die Wellen, die Luft ? das ist Natur pur. Wenn ich Zeit habe, mache ich hier bestimmt einmal Urlaub", schwärmte die Sängerin.

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