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Der verletzte Michael Ballack besucht derzeit das DFB-Team in Sizilien © getty

Welche Form haben die Bundesliga-Profis? Die Castrol Rankings helfen bei der Analyse. Ottmar Hitzfeld bewertet diese Fakten.

Das sagt der Castrol-Formindex:

Die Castrol Rankings analysieren die Leistungen der Profis aus den fünf europäischen Top-Ligen auf der Basis objektiver Daten in den vergangenen zwölf Monaten.

Demnach müssten sieben Spieler im deutschen WM-Aufgebot stehen, die Joachim Löw nicht nominiert hat.

Bester Torwart ist der Nürnberger Raphael Schäfer vor Dortmunds Roman Weidenfeller, erst dann folgt der Schalker Manuel Neuer.

In der Abwehr ist BVB-Ass Mats Hummels die Nummer 1 und sogar der insgesamt zweitbeste Deutsche. Und auch Leverkusens Gonzalo Castro müsste im DFB-Kader stehen.

Auch das Ranking macht den schmerzlichen Verlust von Michael Ballack deutlich, der als fünftbester Deutscher geführt wird. Noch vor ihm liegt allerdings Leverkusens Shootingstar Toni Kroos.

Zudem wäre nach diesen Daten auch der aussortierte Thomas Hitzlsperger dabei.

Im Sturm fehlen Kevin Kuranyi, der zweitbester Angreifer ist, und Aaron Hunt.

Überraschend ist aber vor allem, dass Bayerns Mario Gomez nicht nur bester Stürmer, sondern auch der insgesamt beste Deutsche im Ranking ist.

Dagegen liegen Miroslav Klose und Lukas Podolski weit hinten. Löws Entscheidung für das WM-Duo von 2006 wird jedoch nachvollziehbar, wenn man nur die Leistungen in Länderspielen berücksichtigt: Da gehören beide zur Top fünf Europas.

Das sagt Ottmar Hitzfeld:

"Das WM-Aus von Michael Ballack ist natürlich ein herber Verlust für die deutsche Mannschaft. Mit seiner Klasse und Erfahrung wäre er sehr wertvoll für die junge Mannschaft gewesen. Ballack und Schweinsteiger wären für mich im Zentrum ein Traumpaar gewesen.

Dass Podolski und Klose dabei sind, damit habe ich gerechnet. Weil ein Nationaltrainer das nach gezeigten Leistungen in der Nationalmannschaft beurteilt und da haben beide eine sehr gute Bilanz und viele wichtige Tore geschossen.

Auch Mario Gomez' gute Platzierung in den Castrol Rankings kann ich nachvollziehen. Er hat aus meiner Sicht eine gute Saison gespielt. Man muss sich immer erst bei Bayern durchsetzen und den Konkurrenzkampf annehmen, wenn man neu ist. Und da hat er sich durchgebissen, nicht nur wegen seiner zehn Tore in der Meisterschaft.

Toni Kroos bringt Joachim Löw wichtige Möglichkeiten in der Offensive. Er hat einen großen Leistungsschub gehabt und bei Bayer Leverkusen eine gute Saison gespielt.

Er hat auch eine hohe Spielintelligenz, er kann sehr gute Freistöße schießen, ist gut im Dribbling und seine Zweikampfstärke hat sich sehr gut entwickelt. Kroos kann alles spielen.

Viel wird bei der WM von den sieben Bayern-Spielern abhängen. Trotz der hohen Belastungen in dieser Saison haben sie nach dem Champions-League-Finale noch genügend Zeit, bis zum Turnierbeginn topfit zu werden. Das wird Jogi Löw sicherlich hinkriegen, das hat er in der Vergangenheit auch immer wieder gezeigt."

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