vergrößernverkleinern
Für die Olympia-Berichterstattung gingen viele an ihre körperlichen Grenzen © getty

Für die Olympia-Berichterstattung ging die Sport1.de-Redaktion auch in körperlicher Hinsicht bis an ihre Grenzen.

Von Matthias Becker

München - Es ist die Nacht vom 8. auf den 9. August 2008.

Vor wenigen Stunden wurde in Peking bei der Eröffnungsfeier das olympische Feuer entzündet, in wenigen Stunden steht die erste Olympia-Schicht an.

Schichtbeginn: 6 Uhr morgens ? und ich kann nicht schlafen.

Zu groß die Vorfreude und Spannung auf 16 Tage olympischer Wettkämpfe, egal mit wie viel Arbeit Olympia verbunden ist.

Es ist ein guter Vorgeschmack auf das, was der Olympia-Redaktion bei Sport1.de in den kommenden gut zwei Wochen bevorstehen sollte:

Freude, Spannung, Wut, Enttäuschung, viel Arbeit und ein großes Schlafdefizit.

Auf vier Fernsehern gleichzeitig

Als ich an diesem ersten Olympiamorgen um kurz vor sechs die Redaktion komme, ist der Chef schon da. Ab jetzt geht es im Zwei-Schicht-Betrieb fast rund um die Uhr um Gold, Silber, Bronze ? aber auch um die faszinierenden Momente abseits der Medaillenentscheidungen, die Olympische Spiele mit sich bringen.

Auf teilweise vier Fernsehern gleichzeitig und zusätzlich sechs bis acht parallel laufenden Internet-Livestreams wird von Basketball bis Wasserspringen, von Badminton bis Volleyball alles verfolgt, was in Peking vor sich geht.

Bei aller journalistischen Neutralität bleiben da natürlich auch persönliche Vorlieben und Emotionen nicht verborgen. Dem Jubel über Matthias Steiners emotionalen Olympia-Höhepunkt folgt der Ärger über die faden Leistungen der deutschen Handball-Weltmeister.

Dem ungläubigen Staunen über die Leistungen eines Michael Phelps das Kopfschütteln über aufgedeckte Dopingfälle.

Ärger über die Öffentlich-Rechtlichen

Den größten Ärger ziehen aber regelmäßig die Kollegen auf sich: Bei ARD und ZDF sitzt der Fernsehzuschauer zwar angeblich in der ersten Reihe, bekommt da aber oft nur die Wiederholung längst erfolgter Entscheidungen zu sehen.

Mit Hilfe anderer Informationskanäle war die frohe Kunde von Steiners Gold beispielsweise schon längst bei uns eingetroffen, während dem Zuschauer in der TV-Anmoderation noch ein spannender Endkampf im Gewichtheben versprochen wurde ? live versteht sich.

Auf Wiedersehen in Vancouver 2010

Umso glücklicher sind wir natürlich, dass wir unsere User immer nach bestem Wissen und Gewissen auf dem aktuellsten Stand halten konnten und ihnen so hoffentlich ein gutes Gefühl für das Ereignis Olympia vermittelt haben.

Wir freuen uns darauf, das auch 2010 bei den Winterspielen in Vancouver wieder zu tun ? und sind natürlich auch 2009 bei allen wichtigen Sportereignissen hautnah für Sie dabei.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel