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Dimitrij Ovtcharov war die letzte deutsche Hoffnung im Einzel © getty

Mit Dimitrij Ovtcharov streicht der letzte Deutsche im Einzelwettbewerb von Yokohama die Segel. Auch im Doppel und Mixed ist Schluss.

Yokohama - Mit einer Lehrstunde für Dimitrij Ovtcharov war die WM für die deutschen Tischtennis-Asse ohne ihren verletzten Anführer Timo Boll bereits im Achtelfinale beendet.

Ovtcharov hatte als letzter verbliebener Deutscher beim 1:4 gegen den Chinesen Ma Long über weite Strecken keine Chance.

Die drei verbliebenen Doppel scheiterten in Yokohama wie auch das Mixed Christian Süß/Elke Schall, so dass die Vertreter des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) ohne Medaille die Heimreise antraten.

"Ich habe mich überhaupt nicht wohl gefühlt und die Bälle nicht getroffen. Ma Long hat absolut verdient gewonnen. Wer hier eine Medaille gewinnen will, muss ihn schlagen", sagte Ovtcharov (Ovtcharov verhindert Totalschaden) .

Klassischer Fehlstart

Ovtcharov legte gegen den Weltranglistendritten Ma Long einen klassischen Fehlstart hin.

Im ersten Satz zog der Chinese in Windeseile auf 8:1 davon, Ovtcharov gelang bis zum Ende des Durchgangs nur ein weiterer Punkt.

Anschließend schien sich das Blatt zu wenden. Der 20-Jährige aus Düsseldorf setzte seine starke Rückhand präziser ein, Ma Long wackelte plötzlich und es stand 1:1.

Ovtcharov zeigt Nerven

Doch der ebenfalls erst 20-Jährige Chinese fing sich wieder und machte seinem Ruf als Geheimfavorit auf den WM-Titel alle Ehre.

In den Sätzen drei und vier gelangen Ovtcharov nur sechs Punkte, erst im fünften Durchgang wurde es nochmal eng.

Doch Ovtcharov zeigte beim Stand von 8:8 Nerven und produzierte zwei vermeidbare Fehler, die das Match schließlich beendeten.

Kampf nicht belohnt

Zuvor war der gebürtige Ukrainer bereits im Doppel an der Seite von Bastian Steger ausgeschieden. Dabei wäre beim 2:4 gegen die Chinesen Hao Shuai/Zhang Jike sogar ein Sieg möglich gewesen, zumal Ovtcharov/Steger nach 0:2 zum 2:2 ausglichen.

"Den beiden hat zum Sieg nicht viel gefehlt. Am Schluss haben sie zu hektisch gespielt und wollten zu schnell den Punkt machen. Das wäre nicht nötig gewesen, denn die Chinesen waren sichtlich unter Druck", sagte Trainer Jörg Roßkopf.

Süß/Schall ohne Medaille

Der Medaillentraum von Christian Süß und Elke Schall platzte ebenfalls kurz vor dem Ziel. Das Mixed aus Düsseldorf und Busenbach verlor im Viertelfinale 0:4 gegen Zhang Jike/Mu Zi aus China.

Bei einem Sieg hätte das Paar Bronze und damit die erste deutsche Mixed-Medaille seit 1971 sicher gehabt. Damals hatte Eberhard Schöler an der Seite seiner Frau Diane in Nagoya Bronze gewonnen.

Doppel-Aus gegen Lokalmatadoren

Für Schall war anschließend auch im Doppel Schluss. Mit Jiaduo Wu unterlag sie den frenetisch angefeuerten Japanerinnen Ai Fukuhara/Sayaka Hirano trotz 2:1-Führung 2:4.

Die deutschen Meisterinnen Zhenqi Barthel/Kristin Silbereisen waren beim 0:4 gegen Guo Yue/Li Xiaoxia (China) völlig chancenlos.

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