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Dimitrij Ovtcharov holte bei Olympia 2008 mit dem DTTB-Team die Silbermedaille © getty

Nach dem Sieg im deutschen Duell bei den Korea Open ist bei Dimitrij Ovtcharov die Luft raus. Baum rächt Bolls Olympia-Aus.

Seoul - Die zweite Garde hinter Tischtennis-Europameister Timo Boll ist drei Wochen vor der Europameisterschaft EM-Losglück für Timo Boll Co. im eigenen Land schon in guter Form.

Bei den mit 122.000 Dollar dotierten Korea Open in Seoul erreichte Dimitrij Ovtcharov wie im Vorjahr das Halbfinale, Ex-Jugendweltmeister Patrick Baum schaffte es nach starken Auftritten immerhin in die Runde der letzten Acht.

"Wir haben das Turnier als Standortbestimmung vor der EM in Stuttgart betrachtet. Die Spiele haben gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind. Allerdings ist auch noch etwas Luft nach oben, bevor wir unsere absolute Topform erreichen", sagte Bundestrainer Richard Prause.

Ovtcharov machts wie der Weltmeister

Der frühere EM-Dritte Ovtcharov hatte sich mit 4:2-Erfolgen über Athen-Olympiasieger Ryu Seung Min aus Südkorea sowie seinen besten Kumpel Baum in die Vorschlussrunde gekämpft.

Dort war dann allerdings die Luft raus, der Weltranglisten-14. verlor gegen den späteren Turniersieger Jun Mizutani (ehemals Borussia Düsseldorf) aus Japan unerwartet deutlich 0:4.

Ovtcharov stand damit dennoch auf einer Stufe mit Weltmeister Wang Hao (China), der ebenfalls nach dem Spiel vor dem Finale die Schläger einpacken musste.

Baums Revanche gelingt

Im Hinblick auf die erfolgreiche Verteidigung des Team-Titels beim Saisonhöhepunkt in Stuttgart (13. bis 20. September) dürfte Bundestrainer Prause die Leistung von Baum besonders gefallen haben.

Der 22-jährige Linkshänder glänzte vor allem beim 4:3 gegen den hoch gehandelten Oh Sang Eun.

Mit diesem Sieg revanchierte er sich zudem für die Finalniederlage bei den Japan Open Mitte Juni. Der Südkoreaner hatte bei den Olympischen Spielen in Peking Boll im Achtelfinale aus dem Turnier geworfen.

Boll verzichtet für den Titel

Während Baum für die letzte Phase der EM-Vorbereitung die Rückreise nach Deutschland antritt, bleibt Ovtcharov vorerst in Asien.

Am Dienstag und Mittwoch steht er in Peking beim Hinspiel der Asia-Europe-Serie am Tisch, einem Vergleich der besten Spieler beider Kontinente.

Der 20-jährige Ovtcharov war für Boll nachnominiert worden. Europas Nummer eins will sich ganz auf die erfolgreiche Verteidigung der drei EM-Titel konzentrieren und verzichtete deshalb auf den Trip nach Asien.

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