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Timo Boll begann im Alter von vier Jahren mit dem Tischtennis © imago

Der Deutsche besiegt den Weltmeister, verliert aber gegen den derzeit besten Chinesen. Auch bei den Damen hat der DTTB Erfolg.

Changsha/China - Timo Boll ist bei seinem Angriff auf Chinas Tischtennis-Könige erst auf der Zielgeraden gescheitert. Der 28-Jährige verlor in Changsha das Finale beim Turnier der Champions, der mit 250.000 Dollar höchstdotierten Veranstaltung der Welt, gegen Ma Long 1:4.

Damit trat Boll mit einem Weihnachtsgeld von 24.000 Dollar die Heimreise an.

Trotzdem erwies sich Boll einmal mehr als härtester Gegenspieler der chinesischen Asse.

Im Viertelfinale besiegte der zehnmalige Europameister den amtierenden Weltmeister Wang Hao 4:2, anschließend hatte Nationalmannschaftskollege Dimitrij Ovtcharov beim 0:4 klar das Nachsehen.

"Ich hatte mehrere Chancen"

"Ma Long ist zurzeit der beste Spieler der Welt und konnte auch gegen mich seine Leistung optimal abrufen. Das muss man anerkennen", sagte Boll:

"Ich hatte gleich mehrere Chancen, habe aber in den entscheidenden Phasen am Satzende leider einen Tick zu zurückhaltend gespielt. Das bestraft Ma Long sofort."

Das Spiel gegen den zukünftigen Weltranglistenersten war knapper, als es das Ergebnis aussagt. Gleich drei Sätze verlor Boll mit 9:11.

Jahr für Boll noch nicht beendet

Das Jahr ist für den deutschen Tischtennis-Star damit aber noch nicht beendet.

Am 27. Dezember geht Boll mit Borussia Düsseldorf beim Final Four, der Entscheidung um die Deutsche Pokalmeisterschaft, in der Westfalenhalle Dortmund an den Tisch (ab 14 Uhr LIVE im DSF).

Wu im Halbfinale

Das Finale bei den Damen war eine rein chinesische Angelegenheit. Guo Yan setzte sich mit 4:2 gegen Liu Shiwen durch. In der Runde zuvor hatte Guo die deutsche Hoffnung Wu Jiaduo (Kroppach) mit 4:1 ausgeschaltet.

Wu konnte trotzdem zufrieden sein. Durch ihren Sieg gegen die Olympiadritte von 2004, Kim Kyung Ah aus Südkorea, hat die 32-jährige für einen weiteren großen Erfolg in diesem Jahr gesorgt und wird 2010 voraussichtlich als Nummer eins Europas beginnen.

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