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Christian Süß konnte 2007 an der Seite von Timo Boll bei der EM im Doppel triumphieren © getty

Nach Mannschafts-Gold am Dienstag ist Timo Boll bei der EM mit Christian Süß erfolgreich in den Individualwettbewerb gestartet.

St. Petersburg - Timo Bolls Arbeitstag nach dem EM-Triumph mit der Mannschaft dauerte noch nicht einmal 15 Minuten. Zum Auftakt der Doppel-Konkurrenz siegte der Weltranglistensiebte an der Seite von Christian Süß gegen die Zyprer Onjan Serafimov und Andreas Tziambos und zog ganz locker in die dritte Runde ein.

"Es war natürlich schwer, sich direkt wieder zu motivieren. Aber das war ein netter Auftaktgegner", sagte Boll, und sein Partner Süß meinte: "Das war wirklich ganz angenehm. Wir haben am Morgen locker trainiert und im Match nicht viel Stress gehabt. Jetzt geht es ganz entspannt zurück ins Hotel."

In der dritten Runde warten am Donnerstag die Rumänen Constantin Cioti und Lucian Filimon.

Ein Schnappschuss fürs Familienalbum

Die krassen Außenseiter aus Zypern rechneten sich im Spiel ihres Lebens ohnehin keine Chance aus und legten eher Wert auf anderen Dinge. Vor dem Spiel ließen sie sich stolz mit Boll und Süß für das Familienalbum ablichten.

Am Tisch war dann aber Schluss mit den Nettigkeiten. Boll und Süß kamen etwas schwer in die Gänge, sicherten sich den ersten Durchgang dann doch in der Verlängerung. In den Sätzen zwei und drei ließen sie den Hobbyspielern von der Mittelmeerinsel dann keinerlei Chance mehr und lediglich acht Punkte zu.

Boll ist müde

Zwar ging die Gold-Feier mit Weißbier und bayerischer Blaßmusik nicht bis in die frühen Morgenstunden, doch Boll war ganz froh, schnell wieder aus dem Sportkomplex der Zarenmetropole heraus zu sein.

"Ich bin schon noch ein wenig müde und werde mich ein wenig ausruhen. Wir nehmen schließlich auch dieses Turnier sehr ernst", erklärte der 27-Jährige.

Ovtcharov ohne Mühe, Baum raus

Auch Dimitrij Ovtcharov und Batian Steger hatten keinerlei Probleme. Das Duo besiegte Daniel Zwickl und David Zombori (Ungarn) ebenfalls mit 3:0. Zoltan Fejer-Konnerth setzte sich mit Zoltan Lelkes (Slowakei) gegen die spanisch-portugiesische Kombination Victor Sanchez/Enio Mendez knapp 3:2 durch.

Einzig Patrick Baum musste die Segel streichen. Der Jugendweltmeister von 2005 verlor mit dem Österreicher Daniel Habesohn gegen die Routiniers Werner Schlager/Trinko Keen (Österreich/Niederlande) deutlich 0:3.

Frauen starten gut ins Einzel

Die deutschen Frauen starteten bereits in die Einzelkonkurrenz und erreichten fast geschlossen die dritte Runde.

Ausgerechnet die an Position drei gesetzte Jiaduo Wu patzte und verlor 3:4 gegen die Russin Polina Michailowa.

Dagegen kam Kristin Silbereisen zu einem ungefährdeten 4:1 gegen Sara Ramirez aus Spanien. Zuvor hatte Zhenqi Barthel der Slowenin Petra Skabar beim 4:0 keine Chance gelassen.

Noch einfacher hatte es Amelie Solja: Die 18-Jährige profitierte von der Absage ihrer Kontrahentin Eva Odorova aus der Slowakei.

Starke Doppel-Auftritte

Im Doppel lief es für die zuletzt gescholtenen Frauen ebenfalls gut. Wu und Silbereisen setzten sich gegen Alexandra Priwalowa und Magdalena Szczerkowska (Weißrussland/Polen) mit 3:0 durch.

Auch Solja erreichte die dritte Runde. Mit der Weißrussin Tatjana Kostromina siegte sie gegen die Norwegerinnen Marthe Nilsen und Aaseboa Marthe Grutle 3:1.

Dagegen musste Barthel an der Seite der Kroatin Tamara Boros über die Maximaldistanz gehen. Das Doppel besiegte die Französinnen Audrey Mattenet und Aurore Dessaint letztlich 3:2.

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