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Timo Boll verteidigte mit der Mannschaft den EM-Titel © getty

Timo Boll zieht bei der Europameisterschaft problemlos ins Viertelfinale ein. Zwei andere Deutsche sind dagegen raus.

St. Petersburg - Timo Boll träumt weiter von der historisch einmaligen erfolgreichen Verteidigung seines EM-Triples.

Der Dreifach-Champion von 2007 erreichte mit Christian Süß das Doppel-Finale und steht im Einzel in der Vorschlussrunde.

Bereits am Dienstag hatte der Weltranglistensiebte mit dem Team gewonnen.

Boll wäre der erste Spieler in der 50-jährigen EM-Geschichte, der alle drei Titel erfolgreich verteidigt.

"Noch ein weiter Weg"

"Ich bin absolut kein Statistiker, aber es ist schön, dass ich die Möglichkeit habe. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg", sagte Boll.

Bisher hatten neben Boll bereits fünf Spieler alle drei Titel bei einer EM gewonnen, dieses Kunststück aber bei den folgenden Titelkämpfen nicht wiederholt.

Gala-Vorstellung im Doppel

Im Doppel-Halbfinale gegen die Portugiesen Marcos Freitas/Tiago Apolonia zeigten Boll und Süß eine Gala-Vorstellung.

"Das war bisher unser bestes Spiel. Eine Runde zuvor hatte wir uns ja noch durchgemogelt", sagte Boll nach dem klaren 4:0.

Im Endspiel warten Ex-Weltmeister Werner Schlager aus Österreich und der Niederländer Trinko Keen.

"Das wird ein offenes und schweres Spiel", meinte Süß.

Boll dreht 0:2-Satzrückstand

Im Einzel läuft bei Boll ebenfalls alles wie am Schnürchen.

Im Achtelfinale fegte der Weltcup-Zweite den Slowenen Bojan Tokic 4:0 vom Tisch.

Im Viertelfinale musste Boll zwar die ersten beiden Satzverluste hinnehmen, behielt jedoch gegen den Dänen Michael Maze mit 4:2 die Oberhand.

Im Halbfinale trifft er auf Werner Schlager, gegen den Boll innerhalb des Mannschaftswettbewerbs noch 1:3 verloren hatte.

Endstation für Ovtcharov

Dagegen ist der EM-Dritte Dimitrij Ovtcharov im Achtelfinale am Portugiesen Joao Monteiro 2:4 gescheitert.

Knackpunkt war dabei der zweite Satz. "Ich liege 4:10 hinten, gleiche aus und habe dann zwei Satzbälle. Mache ich die, gewinne ich 4:0. Das waren meine Matchbälle", sagte Ovtcharov.

Der Düsseldorfer lobte jedoch auch die Leistung seines Kontrahenten: "Er hat 120 Prozent gegeben und vor allem die knappen Sätze gewonnen."

Steger scheitert an Samsonow

Bastian Steger ist ebenfalls nach großem Kampf im Achtelfinale gescheitert.

Der 27-Jährige aus Frickenhausen verlor 3:4 gegen Wladimir Samsonow. Trotz zwischenzeitlichem 1:3-Rückstand steckte Steger gegen den topgesetzten Weißrussen nie auf, holte zwei Sätze in Folge und verlor im entscheidenden Satz knapp 9:11.

"Wladi ist momentan einfach noch diese beiden Punkte besser", meinte Steger. Der Team-Europameister wurde dennoch mit donnerndem Applaus verabschiedet.

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