vergrößernverkleinern
Timo Boll spielt seit Dezember 2006 bei Borussia Düsseldorf © getty

Nach einem Meldeversäumnis zeigt das Disziplinarorgan des DTTB dem Europameister die Gelbe Karte. Boll hat eine Erklärung.

Frankfurt/M. - Wegen eines Meldeversäumnisses hat der dreifache Europameister Timo Boll (Düsseldorf) vom so genannten "Disziplinarorgan Anti-Doping" des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) eine öffentliche Verwarnung erhalten.

Die Verwarnung von Anfang Oktober wird auf Bolls Homepage bestätigt.

Hintergrund der Maßnahme gegen den Weltranglistensechsten ist eine Meldung der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) an den DTTB von Anfang Juli.

Spieltermine damals in der Schwebe

Darin berichtete die NADA, dass Boll seine Bundesliga-Termine im September noch nicht in das zentrale und zur Planung von unangemeldeten NADA-Kontrollen eingeführte Meldesystem "Adams" eingetragen hätte.

Boll verwies in einer schriftlichen Stellungnahme an das DTTB-Gremium darauf, dass wegen der laufenden Verhandlungen über die TV-Berichterstattung zum vorgeschriebenen Meldezeitpunkt noch keine verbindlichen Spieltermine festgestanden hätten.

Allerdings räumte der 27-Jährige zugleich ein, dass dieser Umstand von seiner Seite aus hätte gemeldet werden sollen, und entschuldigte sich für den Fehler.

Doping im Tischtennis nicht von Nutzen?

Nach Verabschiedung des Bundesliga-Spielplans hatte Boll seine Termine wie verlangt eingetragen.

Erst vor wenigen Tagen hatte Boll in einem Zeitungsinterview darauf hingewiesen, dass Doping im Tischtennis aus seiner Sicht wegen der komplexen Zusammenhänge der Sportart keinen Nutzen bringen könnte.

Seiner Überzeugung nach würde im Tischtennis nicht durch die verbotene Einnahme leistungssteigernder Substanzen manipuliert.

Zum Forum - jetzt hier mitdiskutieren!

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel