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Timo Boll stand als erster Deutscher auf Platz eins der Weltrangliste © imago

Der Weltranglistenerste Timo Boll zieht bei den German Open souverän ins Achtelfinale ein. Die übrigen Deutschen enttäuschen.

Dortmund - Der Weltranglistenerste Timo Boll hat bei den German Open in der Heimatstadt seines Lieblingsfußballklubs Borussia Dortmund den Grundstein zu persönlichen Festspielen gelegt.

Der souveräne Einzug des Europameisters ins Achtelfinale nach nur einem Satzverlust in zwei Matches überstrahlte bei der Generalprobe für die Mannschafts-WM 2012 an gleicher Stelle eine weitgehend enttäuschenden Gesamtbilanz der Gastgeber.

"Mit dem Start bei diesem Turnier, bei dem die Creme de la creme vertreten ist, bin ich sehr zufrieden", freute sich Boll.

"Da jetzt aber wohl einige Chinesen auf mich warten, muss ich aber schon Top-Form bringen, damit mich Borussia Dortmunds Trainer Jürgen Klopp und einige seiner Spieler auch spielen sehen können, wenn sie in die Halle kommen."

Spiele gegen Chinesen

Boll sieht den Begegnungen nach seinen Siegen gegen den Polen Altstar Lucjan Blaszczyk (4:0) und den Österreicher Robert Gardos (4:1) gelassen entgegen.

"Ich freue mich auf die Matches gegen die Chinesen: Für die WM im Mai in Rotterdam ist jedes Match gegen sie hilfreich, um sich auf ihre Spielweisen einstellen zu können."

Einstellen müssen sich Chinas Asse allerdings auch - und zwar auf einen vor Selbstvertrauen strotzenden Lokalmatadoren.

"So kann es bleiben"

"Ich fühle mich sehr frisch, habe gut trainiert und bin von größeren Verletzungen zuletzt verschont geblieben. So kann es bleiben", meinte der EM-Rekordchampion lächelnd.

Boll muss am Samstagnachmittag auf seinem Weg zum fünften German-Open-Titel den früheren Top-10-Spieler Hao Shuai aus dem Weg räumen.

Schwaches Abschneiden der Deutschen

Die ernüchternden Bilanz seiner Kollegen - von insgesamt sechs Herren erreichte außer Boll lediglich noch der EM-Zweite Patrick Baum (Düsseldorf) die zweite Runde - führte der deutsche Topspieler auf mehrere Umstände zurück.

"Das ist nun einmal ein absolutes Eliteturnier, und wenn man sich dabei eine Schwäche erlaubt, ist man schnell raus", sagte Boll.

"Außerdem ist bei einem Turnier im eigenen Land der Druck größer, und alle haben ja auch schon die Qualifikation für Olympia 2012 im Kopf. Das merkt man ihnen alles an."

DTTB-Damen enttäuschen

Noch schwächer schnitten die Damen des DTTB ab. Alle sieben Spielerinnen der Gastgeber, darunter auch Ex-Europameisterin Jiaduo Wu (Kroppach), scheiterten schon in der ersten Runde.

"Es gibt solche Tage. Wir hatten uns auch ein besseres Ergebnis gewünscht", zeigte sich Damen-Bundestrainer Jörg Bitzigeio enttäuscht.

"Die Auslosungen waren sehr unglücklich für uns, aber die Spielerinnen haben auch nicht alle ihre Bestleistung abrufen können."

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