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Timo Boll stand als erster Deutscher auf Platz eins der Weltrangliste © getty

Der Weltranglistenerste zieht ins Halbfinale der German Open ein. Dort stehen außer ihm drei Chinesen - die ihn stoppen wollen.

Dortmund - Der Weltranglistenerste Timo Boll darf bei den German Open in Dortmund im Spiel "Allein gegen China" weiter auf seinen fünften Heimspiel-Triumph hoffen.

Als letzter Trumpf der Gastgeber und des Rests der Welt erreichte der Europameister nach zwei insgesamt sicheren Erfolgen das Halbfinale.

Am Sonntag kämpft er im "ewigen Duell" mit Chinas Olympiasieger Ma Lin um den Einzug ins Endspiel.

"Es ist vor Turnierbeginn klar gewesen, dass in den entscheidenden Runden wohl einige Vergleiche mit den Chinesen kommen", sagte Boll mit Blick auf den Klassiker gegen den Rekord-Weltcupsieger aus dem Reich der Mitte.

Gesundes Selbstbewusstsein

Doch der 29-Jährige gibt sich selbstbewusst: "Gegen Ma Lin ist es schon immer schwer gewesen, aber ich muss mich ja auch nicht gerade verstecken."

Tatsächlich unterstrich Boll im Achtelfinale gegen Mas Teamkollegen Hao Shuai nach Anfangsproblemen (4:1) ebenso wie anschließend in der Runde der besten Acht gegen den Taiwanesen Chuang Chih-Yuan (4:0) seine derzeit gute Form.

"Stehe verdient im Halbfinale"

"Von außen sieht es einfacher aus, als es ist. Mit meiner Leistung bin ich aber natürlich zufrieden und stehe auch verdient im Halbfinale, denke ich", zog Boll ein Zwischenfazit der ersten beiden Tage bei dem 125.000-Euro-Turnier.

Und weiter: "Ich bin auf dem richtigen Weg, auch wenn phasenweise noch etwas die technischen Feinheiten fehlen. Auch körperlich kann ich sicher noch etwas zulegen. Aber das Trainerteam und ich arbeiten daran."

Chinesen jagen Boll

In der Runde der besten Vier stehen neben Boll, der schon am Freitag als einziger Aktiver des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) die ersten beiden Durchgänge überstanden hatte, ausschließlich Chinesen.

Die Asiaten hatten nach Bolls Rückkehr an die Spitze der Weltrangliste ihre komplette Elite für Dortmund gemeldet, um den EM-Rekordchampion zu jagen und wieder von Position eins zu verdrängen.

Bereits nach seinen Auftaktsiegen am Vortag hatte der 29-Jährige die sich abzeichnenden Duelle mit Chinas Weltmeistern rund drei Monate vor der WM im Mai in Rotterdam jedoch als willkommene Standortbestimmungen bezeichnet: "So oft bekommt man ja auch nicht die Gelegenheit, gegen sie zu spielen."

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