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Timo Boll spielte 1997 das erste Mal für die deutsche Nationalmannschaft © getty

Timo Boll lässt einem Landsmann auf dem Weg ins Achtelfinale keine Chance. Die Mannschaft spielt sich ungefährdet ins Endspiel.

Berlin - Tischtennis-Europameister Timo Boll steht bei den German Open in Berlin im Achtelfinale, die deutsche Mannschaft auch ohne ihre Stars schon im Endspiel.

Der ehemalige Weltranglistenerste blieb in seinen ersten beiden Matches im Velodrome gegen den Inder Sharath Kamal Achanta sowie seinen Düsseldorfer Klubkollegen Christian Süß ohne Satzverlust.

Das ohne Boll und Dimitrij Ovtcharov angetretene Team besiegte im Halbfinale Spanien 3:1.

"Ich mag diese deutsch-deutschen Duelle nicht so", meinte Boll nach dem 4:0-Sieg gegen Süß: "Doch am Ende muss man Profi genug sein und das seriös zu Ende spielen.

Ovtcharov enttäuscht

Wäre Christian ein bisschen besser gewesen, hätte er eine Chance gehabt. So bin ich froh, dass ich Kräfte sparen konnte." Im Achtelfinale trifft der Linkshänder auf den Rumänen Adrian Crisan.

Außer Boll erreichte von acht gestarteten deutschen Männern nur der Bremer Lars Hielscher ebenfalls die Runde der letzten 16. Ausgeschieden ist dagegen überraschend Ovtcharov in Runde zwei mit 2:4 gegen den Nigerianer Segun Toriola.

Boll absolviert Marathon

Boll ließ bei den German Open eigens die Mannschaft aus, um sich nach den vielen Spielen der vergangene Wochen ein wenig zu schonen.

"Hier habe ich aber ein Medien-Marathon gehabt, das war bestimmt nicht förderlich. Doch ich tue alles, um das Tischtennis mehr in den Blickpunkt zu rücken", sagte der 27-Jährige.

Polen oder Hongkong?

Im Team-Wettbewerb steht Deutschland nach dem 3:1 gegen die Iberer im Finale und trifft dort am Samstag auf Polen oder Hongkong.

Die Team-Europameister Bastian Steger und Süß sowie Zoltan Fejer-Konnerth holten die Punkte für das deutsche Team.

Nur eine Frau im Achtelfinale

Im Frauen-Einzel steht Jiaduo Wu als letzte verbliebene Deutsche im Achtelfinale.

Die Nationalspielerin setzte sich in der zweiten Runde gegen die Berlinerin Tanja Hain-Hofmann mit 4:2 durch. Wu trifft in der nächsten Runde auf Li Jie aus den Niederlanden.

In ihren Auftaktspielen waren bereits vier weitere deutsche Starterinnen gescheitert, darunter die Nationalspielerinnen Zhenqi Barthel und Kristin Silbereisen.

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