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Timo Boll gewann die German Open bereits zweimal © getty

Für die deutschen Plattenkünstler reicht es bei den German Open nicht zum Triumph. Zwei Einzel-Eisen sind aber noch im Feuer.

Berlin - Der Siegeszug der deutschen Tischtennis-Nationalmannschaften ist in den Finals der German Open in Berlin jäh gestoppt worden.

Sowohl die Herren ohne Topstar Timo Boll gegen Polen als auch die Damen gegen Singapur mussten 1:3-Niederlagen hinnehmen.

Bei den Männern gewann lediglich Bastian Steger seine Partie und glich damit zwischenzeitlich zum 1:1 aus, bei den Frauen wiederholte Jiadouo Wu ihre starke Vorstellung aus dem Einzel und brachte die deutschen Damen gar mit 1:0 in Führung.

Nach den Niederlagen richten sich die Hoffnungen auf die Einzelwettbewerbe am Sonntag.

Zwei Deutsche im Halbfinale

Dort haben sowohl der Düsseldorfer Ausnahmekönner Timo Boll als auch etwas überraschend Nationalspielerin Jiaduo Wu aus Kroppach den Einzug ins Halbfinale geschafft.

Dabei war der Traum Bolls vom dritten Titel bei den German Open nach 2004 und 2006 eigentlich schon beendet.

Im Achtelfinale unterlag der Weltranglistenfünfte dem Rumänen Adrian Crisan sportlich mit 3:4, jedoch wurde Bolls Gegner aufgrund eines irregulären Schlägers nachträglich aus dem Turnier genommen.

Boll hatte von der Disqualifikation Crisans erst 45 Minuten vor dem Beginn des Viertelfinales erfahren. Der 27-Jährige hatte bereits aus dem Hotel ausgecheckt und war gerade dabei, den Heimweg anzutreten, als Bundestrainer Richard Prause seinen Schützling doch noch erreichte.

Boll ausgepfiffen

Trotz der kurzen Vorbereitungszeit zog Boll souverän in die Runde der letzten Vier ein. Er besiegte den Japaner Kaii Yoshida 4:0, reagierte aber auf die Reaktionen der Zuschauer voller Unverständnis.

"Ich bin bei der ganzen Geschichte der Dumme", so ein genervter Boll. "Einige Zuschauer haben mich ausgepfiffen, als die Entscheidung bekanntgegeben wurde. Aber ich kann doch gar nichts dafür." Im Halbfinale am Sonntag trifft Boll auf Cheung Yuk aus Hongkong.

Jiaduo Wu aus Kroppach setzte sich überraschend mit 4:3 gegen die Weltranglistensiebte Feng Tianwei aus Singapur durch. In der Vorschlussrunde trifft Wu auf die Italienerin Nikoleta Stefanova.

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