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Timo Boll belegt aktuell den zweiten Platz in der Weltrangliste © imago

Nach ihren souveränen Siegen in der zweiten Runde rückt das deutsche Duell bei der Weltmeisterschaft in Rotterdam näher.

Rotterdam - Das deutsche Duell im Achtelfinale bei den Weltmeisterschaften in Rotterdam rückt näher.

Rekord-Europameister Timo Boll und sein Trainingspartner Dimitrij Ovtcharov lösten ihre Zweitrunden-Aufgaben souverän und sind jeweils noch ein Spiel vom "Cappuccino"-Match entfernt.

Während sich die Aushängeschilder des Deutschen Tischtennis Bundes (DTTB) duellieren, können ihre Trainer gemütlich einen italienischen Kaffee schlürfen und die Begegnung genießen - das Coachen fällt dann aus.

Weltmeisterin wartet

Bereits im Achtelfinale der Frauen steht Jiaduo Wu (Kroppach).

Die Europameisterin von 2009 zog mit dem 4:2 (11:2, 11:4, 7:11, 12: 14, 11:4) gegen Li Qiangbing (Österreich) zum ersten Mal in ihrer Karriere in die Runde der letzten 16 bei einer WM ein.

Dort trifft sie auf die Weltmeisterin des Jahres 2007, Guo Yue.

Die Chinesin hatte vor vier Jahren auf dem Weg zum Titel Wu in Runde drei ausgeschaltet. "Ich versuche, so lange wie möglich zu überleben", sagte Wu.

Noch Eisen im Feuer

Männer-Bundestrainer Jörg Roßkopf und seine Assistenten haben neben ihrem Top-Duo noch drei weitere Eisen im Feuer.

Patrick Baum und Zoltan Fejer-Konnerth haben ebenfalls die Runde der besten 32 WM-Teilnehmer erreicht, Bastian Steger steht sogar schon im Achtelfinale.

In einem begeisternden Spiel gewann der Weltranglisten-23. gegen Leung Chu Yan (Hongkong) mit 4:3 (11:4, 5: 11, 9:11, 11:9, 12:10, 9:11, 11:4).

Team feuert Spieler an

Erstmalig während der WM kam Stimmung unter den Zuschauern in der Ahoy-Arena auf.

Bis auf Boll, der schon längst wieder im Team-Quartier war, saß das komplette DTTB-Team hinter der Platte und feuerte Steger an, der bei seiner vierten WM-Teilnahme zum ersten Mal die Runde der letzten 16 erreichte.

Doppel mit Medaillenchancen

Im Doppel greift Steger am Donnerstag sogar nach einer Medaille.

Nur wenige Minuten nach seinem Einzeltriumph gewann der 30-Jährige mit Baum gegen Kenji Matsudaira/Koki Niwa (Japan) 4:0 und trifft im Viertelfinale nun auf die topgesetzten Ma Long/Xu Xin (China).

"Gegner, den man gerne unterschätzt"

Bevor es zum Match zwischen Boll und Ovtcharov kommt, müssen beide erst die nächste Runde meistern.

Für den Weltranglistenzweiten Boll geht es am Donnerstag gegen den Schweden Robert Svensson.

"Er ist ein Spieler, den man gerne unterschätzt", sagte Boll. In Runde zwei hatte Boll Yang Zi aus Singapur deutlich 4:0 (11:7, 11:8, 11:3, 11:5) geschlagen.

"Das Spiel war gut, doch ist Yang Zi sicherlich noch kein Maßstab. Am Ende wird sich herauskristallisieren, wie gut meine Form wirklich ist", sagte Boll.

Duell mit Boll vor Augen

Ovtcharov hatte gegen den Österreicher Stefan Fegerl beim 4:1 (19:17, 11:5, 11:4, 9:11, 11:4) ebenfalls keine Mühe.

"Es war extrem wichtig, Satz eins zu gewinnen", sagte Ovtcharov: "Damit habe ich ihn halb gebrochen."

Das mögliche deutsche Duell mit Boll hat er vor seinem Spiel gegen den Japaner Seiya Kishikawa bereits vor Augen:

"Morgen werden wir uns noch einmal gemeinsam einspielen. Was am Matchtag ist, weiß ich noch nicht."

Filus ausgeschieden

Ebenfalls eine Runde weiter kamen Vize-Europameister Patrick Baum (Düsseldorf) mit einem 4:1 (11:5, 4:11, 12:10, 11:9, 11: 9)-Erfolg gegen den 41 Jahre alten Kroaten Zoran Primorac.

Genau wie Zoltan Fejer-Konnerth (Cergy/Frankreich), der sich 4:2 (11:5, 11:9, 13:11, 3:11, 6:11, 12:10) gegen Adrian Crisan (Rumänien) durchsetzte.

Ausgeschieden ist hingegen Ruwen Filus (Ochsenhausen). Der 23 Jahre alte Abwehrspezialist unterlag dem dreimaligen Einzel-Weltmeister Wang Liqin (China) mit 0:4 (14:16, 6:11, 12:14, 5:11).

Die deutsche Meisterin Zhenqi Barthel (Bingen) hielt ihr Duell mit der Weltranglisten-Achten Wu Yang (China) lange Zeit offen und führte sogar mit 2:1-Sätzen, musste sich letztlich jedoch im Geduldspiel mit der Defensivkünstlerin 2:4 (12:14, 11:3, 11:9, 5: 11, 7:11, 6:11) geschlagen geben.

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