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Roßkopf und Fetzner gewannen 1992 die olympische Silbermedaille im Doppel © getty

Timo Boll hat nach drei Siegen das Halbfinale erreicht. Für Jörg Roßkopf und Steffen Fetzner ist im Viertelfinale Schluss.

Bielefeld - Timo Boll hat den Rekordtitel fest im Visier, das Comeback von Jörg Roßkopf und Steffen Fetzner war dagegen nach zwei Spielen beendet.

Bei den deutschen Meisterschaften in Bielefeld spielte sich Europameister Boll mit drei lockeren Siegen ins Halbfinale.

Für Roßkopf und Fetzner war bei ihrem ersten gemeinsamen Auftritt seit fast neun Jahren (Roßkopf/Fetzner feiern Comeback) dagegen im Viertelfinale Endstation.

"Ich bin körperlich sicher nicht im Optimalzustand. Aber die Spiele waren gut, um in den Wettkampf zu kommen. Es waren mit Sicherheit keine schlechten Gegner", sagte Boll.

Haushoher Favorit

Gewinnt der Linkshänder am Sonntag seinen neunten DM-Titel, zieht er mit den Rekordhaltern Eberhard Schöler und Conny Freundorfer gleich.

Der haushohe Favorit (VIDEO: Boll entscheidet das DTTL-Spitzenspiel) ließ erst Björn Baum (4:1), dann Alexander Flemming (4:0) und schließlich Ruwen Filus (4:1) keine Chance.

Boll experimentiert

Der 27-Jährige nutzte die Partien gegen die deutlich schwächeren Kontrahenten zu einigen Experimenten und verschmerzte auch die beiden Satzverluste leicht und locker. Im Halbfinale wartet am Sonntagmorgen Bastian Steger (Frickenhausen) auf Boll.

Bolls Düsseldorfer Vereinskollegen Christian Süß und Dimitrij Ovtcharov erreichten ebenfalls die Vorschlussrunde und treffen dort aufeinander. Doppel-Europameister Süß gewann gegen Steffen Mengel (Gönnern/4:1), Ovtcharov schaltete Patrick Baum (Frickenhausen) in einem packenden Spiel 4:3 aus.

Wosik stocksauer

Dagegen war das Turnier für Titelverteidiger Torben Wosik bereits nach einem Auftritt beendet.

Der Ex-Nationalspieler unterlag dem erst 16-jährigen Patrick Franziska 2:4 und war anschließend stocksauer.

"Es kann nicht sein, dass man als Titelverteidiger an Position 9 bis 16 gesetzt wird, nur weil man im Ausland spielt. Ich fühle mich seit Jahren benachteiligt", sagte Wosik.

Aus im Viertelfinale

Roßkopf und Fetzner waren bei ihrem Comeback zunächst auf die ganze Magie ihres Glücksbringers angewiesen.

Hans-Wilhelm Gäb, Ehrenpräsident des Deutschen Tischtennis-Bundes, hatte den Finalball des WM-Sieges von 1989 mitgebracht und auf dem Schiedsrichterpult platziert.

"Rossi" und "Speedy" setzten sich schließlich auch mit Mühe 3:2 gegen Markus Schlichter/Alexander Fischer durch, im Viertelfinale gab es dagegen ein 0:4 gegen Flemming/Jörg Schlichter.

"Keine Illusionen"

"Wir haben uns vorher schon keine Illusionen gemacht. Das erste Spiel hat uns viel Kraft gekostet, sodass wir am Ende einfach zu unkonzentriert waren", sagte Roßkopf.

Das Duo hatte zuletzt 2000 im EM-Viertelfinale in Bremen gemeinsam gespielt. Letztmals deutscher Meister waren Roßkopf/Fetzner 1996 in Bielefeld.

Aus für Titelverteidigerin im Viertelfinale

Bei den Frauen schaltete Nadine Bollmeier Titelverteidigerin Tanja Hain-Hofmann im Viertelfinale mit 4:0 aus und trifft nun auf Irene Ivancan.

Elke Schall trifft im zweiten Halbfinale auf Teamkollegin Kristin Silbereisen.

(Boll will Rekord zum Geburtstag)

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