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Dimitrij Ovtcharov gewann bei der EM 2007 Gold mit dem Team und Bronze im Einzel © getty

Dimitrij Ovtcharov erreicht Runde drei des Einzelwettbewerbs bei der WM in Japan. Für den DTTB gibt es noch mehr Grund zur Freude.

Yokohama - Dimitrij Ovtcharov in Runde drei, die WM 2012 in Dortmund und DTTB-Boss Thomas Weikert im Weltverband: Auch ohne den verletzten Timo Boll hat das deutsche Tischtennis zum Auftakt der WM in Yokohama Erfolge gefeiert.

Allerdings musste Ovtcharov gegen den 14-jährigen Japaner Koki Niwa lange um den Sieg zittern, weil der Schiedsrichter für einen Eklat sorgte.

"Der hat mir im ersten Satz zum ersten Mal in meinem Leben den Aufschlag aberkannt. Als er das im zweiten Satz wieder tat, dachte ich: Jetzt kannst du nach Hause gehen", sagte der sichtlich erregte Ovtcharov.

Der Schiedsrichter monierte, Ovtcharov habe den Ball nicht hoch genug geworfen und gab dem frenetisch angefeuerten Niwa den Punkt.

Im zweiten Satz schritt jedoch der Oberschiedsrichter ein und überstimmte den Referee nach minutenlanger Diskussion. Ovtcharov zeigte sich nervenstark und behielt mit 4:2 die Oberhand.

In Runde eins bereits Satzverluste

Bereits in der ersten Runde war der 20-Jährige nicht ohne Schrammen davon gekommen. Gegen Kou Lei aus der Ukraine gab Ovtcharov beim 4:2 ebenfalls zwei Sätze ab.

Am Freitag spielt die Nummer 17 der Welt gegen Ko Lai Chak um den Einzug ins Achtelfinale. Dem Hongkong-Chinesen war der Düsseldorfer bei den Sommerspielen von Peking 0:4 unterlegen.

"Diesmal wird es nicht so deutlich ausgehen", sagte Ovtcharov.

Dortmund erhält WM-Zuschlag

Für den Deutschen-Tischtennis-Bund gab es in Japan vor allem auf sportpolitischer Ebene viel zu feiern. Erwartungsgemäß erhielt Dortmund die Mannschafts-WM 2012. Nach dem Rückzug Serbiens war der DTTB der einzig verbliebene Bewerber.

Verbandspräsident Thomas Weikert wurde zudem mit 134 von 153 Stimmen zum neuen Vizepräsidenten des Weltverbands ITTF gewählt.

Christian Süß ("Wir spielen auch für Timo") zog durch 4:0-Siege gegen den Australier William Henzell sowie den Japaner Hidetoshi Oya souverän in die dritte Runde ein.

Schrecksekunde für Süß

Allerdings erlebte der Düsseldorfer eine Schrecksekunde, als sein Schläger vor dem ersten Match "positiv" getestet wurde.

Der Belag war angeblich zu dick und Süß musste mit dem Ersatzgerät antreten.

Bei einer erneuten Kontrolle nach dem Spiel war der Schläger plötzlich in Ordnung, die Kontrolleure mussten einen Messfehler eingestehen.

"Es wäre nicht auszudenken gewesen, wenn man wegen so einer Sache nervös ins Spiel geht und verliert. Dieser Fehler hätte einfach nicht passieren dürfen", kritisierte Süß.

In der Runde drei wartet der Hongkong-Chinese Jiang Tianyi.

Deutsches Trio bereits raus

Für ein deutsches Trio war das Turnier jedoch vorbei.

Bastian Steger verlor 1:4 gegen den Inder Sharath Kamal Achanta, Vereinskollege Patrick Baum 2:4 gegen den Südkoreaner Joo Se Hyuk und Zoltan Fejer Konnerth 1:4 gegen Robert Gardos aus Österreich.

Fejer-Konnerth/Baum waren im Doppel ebenfalls gescheitert.

Elke Schall in Runde drei

Die deutsche Meisterin Elke Schall zog durch ein 4:2 gegen Japans stets schrill gekleideten Medienstar Ai Fukuhara in die dritte Runde ein.

Für Vereinskollegin Kristin Silbereisen war nach einem 1:4 gegen die Japanerin Haruna Fukuoka dagegen Schluss.

Deutschlands Nummer eins Jiaduo Wu besiegte den Österreicher Li Qiangbing 4:3, Zhenqi Barthel unterlag Park Mi Young 1:4.

Die Doppel Schall/Wu und Barthel/Silbereisen erreichten problemlos die zweite Runde.

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