Als Timo Boll eine 3:1-Satzführung verspielt und das Halbfinale bei den China Open verpasst hatte, erhob er schwere Vorwürfe gegen seinen Gegner. "Er hat mich um einen Punkt betrogen, als er eine Doppelberührung des Balles an Hand und Schläger nicht zugegeben hat", sagte der Weltranglistenzweite nach dem 3:4 gegen Lokalmatador Xu Xin erbost. Damit zog er auch im dritten Anlauf gegen den Chinesen den Kürzeren.

Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf konnte Bolls Wut auf den Gegner gut verstehen. "Timo ist ein hundertprozentig fairer Spieler. Leider gibt es aber immer wieder Athleten, die an Fair Play nicht interessiert sind", sagte der ehemalige Doppel-Weltmeister. Doch alle Klagen halfen nicht, Boll musste als letzter Deutscher beim Turnier in Sushou seinen Schläger einpacken.

"Ich habe das Match heute die meiste Zeit eindeutig dominiert und hätte das Spiel mit 4:1 oder sogar mit 4:0 gewinnen können, auch wenn der erste Satz noch etwas glücklich für mich war", sagte ein enttäuschter Boll.

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