Die Entscheidung über einen Einsatz von Dimitrij Ovtcharov im Mannschaftsfinale der Tischtennis-EM gegen Weißrussland wird erst kurz vor Spielbeginn am Abend fallen.

Die medizinische Abteilung des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) versuchte am Mittwoch in Ostrau, die Nummer drei der Einzel-Setzliste rechtzeitig für das Duell um 18.30 Uhr fit zu bekommen.

Russland-Legionär Ovtcharov hatte das Auftaktmatch im Halbfinale gegen Frankreich (3:1) am Dienstag praktisch abschenken müssen, nachdem er einen Sehnenabriss im linken Sprunggelenk erlitten hatte. Mit einem Tapeverband um den Knöchel spielte der 22-Jährige zwar humpelnd weiter, verlor aber und sagte anschließend: "Für mich ist das Turnier wohl beendet."

Der neue Bundestrainer Jörg Roßkopf und der zehnmalige Europameister Timo Boll dagegen hatten sich optimistischer geäußert. Ein Ausfall Ovtcharovs wäre eine "erhebliche Schwächung" (Boll), da eine starke Nummer zwei gegen die Weißrussen enorm wichtig ist. Roßkopf sieht es gelassen: "Ich habe auch kein Problem damit, Patrick Baum oder Patrick Franziska aufzustellen."

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