Goldgräber Timo Boll und seine Teamkollegen haben eine neue Ader entdeckt. Deutschlands Ausnahmespieler führte die unschlagbaren DTTB-Asse bei der EM auch ohne den verletzten Dimitrij Ovtcharov zum vierten Titel in Serie und schrieb wieder einmal Sportgeschichte. Mit seinem elften EM-Gold zog Boll mit Schwedens Ball-Genie Jan-Ove Waldner gleich und darf sich erfolgreichster Spieler der Turnier-Historie nennen.

Beim 3:0 gegen Weißrussland in Ostrau wurden der Topstar und sein Team ihrem Ruf als "Chinesen Europas" wieder gerecht - seit fünf Jahren haben die Herren kein EM-Spiel verloren. Im deutschen Lager herrschte unbändige Freude, als Ersatzmann Patrick Baum gegen Pawel Platonow den letzten Matchball verwandelte. Auch Ovtcharov jubelte am Rand kräftig mit.

"Für Dima tut es mir einfach nur leid", sagte Boll, ehe er der Mannschaft ein dickes Lob aussprach. "Wir konnten uns spielerisch nochmals steigern und waren kämpferisch voll auf der Höhe." Boll holte einen Punkt, Held des Tages war aber sein Düsseldofer Kollege Christian Süß, der Weißrusslands Top-Mann Wladimir Samsonow den Zahn zog.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel