In der Doping-Affäre um Dimitrij Ovtcharov hat der Nationalspieler eine mündliche Anhörung beim Deutschen Tischtennis-Bund DTTB beantragt. Das bestätigte Ovtcharovs Rechtsanwalt Manfred Lehner am Montag.

"Das ist der nächste Schritt. Es laufen laufen parallel noch medizinische Untersuchungen, und es stehen auch noch kein Ort und kein genauer Termin fest. Ich rechne aber damit, dass die Anhörung in den nächsten zwei Wochen stattfindet", sagte Lehner.

Eine Doping-Kontrolle des gebürtigen Ukrainers aus dem August weist in A- und B-Probe Spuren der verbotenen Substanz Clenbuterol auf.

Ovtcharov beteuert seine Unschuld und führt die Analyse-Ergebnisse auf den Verzehr kontaminierten Fleisches im Spieler-Hotel der China Open unmittelbar vor der Kontrolle zurück.

Der DTTB entscheidet nach der Anhörung des Olympia- und WM-Zweiten mit der Mannschaft über die Eröffnung eines Verfahrens vor dem DTTB-Disziplinarorgan Anti-Doping.

Auswirkungen des Doping-Skandals um den spanischen Tour-de-France-Sieger Alberto Contador, der ebenfalls positiv auf Clenbuterol getestet worden ist, erwartet Lehner für den Fall Ovtcharov nicht.

"Die Vorgänge sind nicht vergleichbar, weil sie völlig unterschiedlich sind", sagte der Heidelberger Jurist.

Die Zurückweisung von Ovtcharovs Theorie über die Herkunft der Clenbuterol-Spuren in seinem Körper durch die Organisatoren der China Open lässt Lehner kalt:

"Was sollen die Chinesen denn auch sonst sagen? Entscheidend ist außerdem, dass diese Aussagen keine Rolle für das Verfahren spielen. Andernfalls sollen die Chinesen erst einmal beweisen, wie sie ihre Fleischbestände kontrollieren."

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