Wegen der unfreiwilligen Zuschauerrolle des Weltranglistenzweiten Timo Boll (Düsseldorf) beim Pro-Tour-Jahresfinale am vergangenen Wochenende in Seoul hat der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) in ungewöhnlich offener Form den Weltverband ITTF kritisiert.

Auf seiner Homepage regt der DTTB nachdrücklich eine Änderung der Qualifikationskriterien für das Grand-Finals-Turnier an: Es müsse "über vielleicht einstmals sinnvolle, aber heutzutage überholte Regularien nachgedacht werden.

Es ist sicher kaum im Sinne der Pro Tour und des Tischtennissports, wenn die besten Spieler Chinas sowie Timo Boll zwar ausreichende Punkte für die Finalteilnahme besitzen, aber von der Startberechtigung ausgeschlossen bleiben, weil sie nicht die vorgeschriebene Mindestanzahl an besuchten Turnieren aufweisen".

Hintergrund des DTTB-Vorstoßes ist Bolls Ausschluss von der diesjährigen Grand-Finals-Teilnahme aufgrund seiner Saisonplanung.

Der EM-Rekordtitelträger belegte in der ausschlaggebenden Jahreswertung zwar den dritten Platz, erfüllte aber mit fünf Teilnahmen an Pro-Tour-Turnieren auf zwei Kontinenten nicht die ITTF-Vorgaben von entweder insgesamt sechs Turnieren oder Starts auf drei Kontinenten.

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