Rund einen Monat vor der Tischtennis-WM in Rotterdam (8. bis 15. Mai) ist sich der Weltranglistenzweite Timo Boll nach einer ungewohnten Negativserie selbst ein Rätsel.

"Die Formschwankungen in meinem Spiel sind nicht zu übersehen, aber Gründe dafür kann ich nicht erkennen. Körperlich jedenfalls habe ich momentan keine Probleme", sagte der 30-Jährige.

Boll hatte beim 2:3 von Meister Borussia Düsseldorf im Halbfinal-Hinspiel der Bundesliga-Playoffs beim TTC Grenzau eine Niederlage gegen den 64 Positionen tiefer notierten Österreicher Robert Gardos kassiert.

Teilweise allerdings führt der Europameister, der bereits am vergangenen Mittwoch im ersten Champions-League-Halbfinale der Rheinländer bei SVS Niederösterreich (3:2) dem Austro-Chinesen Chen Weixing (Nummer 27 der Weltrangliste) unerwartet zum Sieg gratulieren musste, sein Tief auf "Probleme im Aufschlag-Rückschlag-Bereich" zurück: "Es ist natürlich sehr ärgerlich, dass das in dieser wichtigen Phase der Saison passiert. Noch ärgerlicher ist es für mich, dass durch mich die Mannschaft anders als in Österreich auch noch verliert und damit unter Druck gerät."

Düsseldorfs Trainer Danny Heister will Bolls erste Niederlage in der Bundesliga seit Februar 2010, bei der Deutschlands Spitzenspieler schon mit 2:1 Sätzen und 4:1 Punkten in Führung lag, vor dem Rückspiel in der Königsklasse gegen Niederösterreich am Samstag nicht überbewerten. "Timo hat nicht so gut gespielt wie sonst. Er war zuletzt aber viel unterwegs. Wir werden jetzt eine ganze Trainingswoche in Düsseldorf einlegen. Dann ist er wieder voll da", sagte der Niederländer.

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