Das deutsche Duell im Achtelfinale bei den Tischtennis-Weltmeisterschaften in Rotterdam rückt näher.

Rekord-Europameister Timo Boll und sein Trainingspartner Dimitrij Ovtcharov lösten ihre Zweitrunden-Aufgaben souverän und sind jeweils noch ein Spiel von dem Aufeinandertreffen entfernt.

Bevor es zum Match zwischen Boll und Ovtcharov kommt, müssen beide erst die nächste Runde meistern. Für den Weltranglistenzweiten Boll geht es gegen den Schweden Robert Svensson.

"Er ist ein Spieler, den man gerne unterschätzt", sagte Boll mit Blick auf die Begegnung am Donnerstag.

In der Runde zwei hatte Boll Yang Zi aus Singapur deutlich 4:0 geschlagen und Ovtcharov den Österreicher Stefan Fegerl 4:1 bezwungen.

"Es war extrem wichtig, Satz eins zu gewinnen", sagte Ovtcharov: "Damit habe ich ihn halb gebrochen." Das mögliche deutsche Duell mit Boll hat er bereits vor Augen: "Morgen werden wir uns noch einmal gemeinsam einspielen. Was am Matchtag ist, weiß ich noch nicht."

Ebenfalls eine Runde weiter kamen Vize-Europameister Patrick Baum mit einem 4:1 -Erfolg gegen den 41 Jahre alten Kroaten Zoran Primorac und Zoltan Fejer-Konnerth , der sich 4:2 gegen Adrian Crisan (Rumänien) durchsetzte.

Bastian Steger steht sogar schon im Achtelfinale. In einem begeisternden Spiel gewann der Weltranglisten-23. gegen Leung Chu Yan (Hongkong) mit 4:3.

Ausgeschieden ist hingegen Ruwen Filus. Der 23 Jahre alte Abwehrspezialist unterlag dem dreimaligen Einzel-Weltmeister Wang Liqin (China) mit 0:4.

Bei den Frauen siegte Jiaduo Wu gegen Li Qiangbing (Österreich) mit 4:2 und steht damit zum ersten Mal in ihrer Karriere im WM-Achtelfinale.

Die Europameisterin des Jahres 2009 kämpft als einzig verbliebene Deutsche im Wettbewerb nach eigener Aussage "ums Überleben".

Gegnerin dort wird Guo Yue sein. Die Chinesin war 2007 in Zagreb Weltmeisterin und schlug damals auf ihrem Weg zum Titel Wu (Kroppach) in Runde drei.

Die deutsche Meisterin Zhenqi Barthel hielt ihr Duell mit der Weltranglisten-Achten Wu Yang (China) lange Zeit offen und führte sogar mit 2:1-Sätzen, musste sich letztlich jedoch im Geduldspiel mit der Defensivkünstlerin 2:4 geschlagen geben.

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