Chinas junge Garde drängt bei der WM in Rotterdam machtvoll nach vorne. Ma Long/Xu Xin gewannen im Herren-Doppel das nationale Final-Duell gegen die Routiniers Ma Lin/Chen Qi 4:1, nachdem Olympiasieger Ma Lin wenige Stunden zuvor schon im Einzelviertelfinale gegen seinen Namensvetter Ma Long mit 1:4 ebenso in einem innerchinesischen Kräftemessen en Kürzeren gezogen hatte wie der dreimalige Weltmeister Wang Liqin gegen den WM-Debütanten und Weltranglistendritten Zhang Jike.

Chen Qi verpasste zudem im Anschluss an sein Viertelfinal-Aus im Einzel gegen Europameister Timo Boll nach seinen Doppel-Titeln 2007 mit Ma Lin und 2009 mit Einzel-Champion Wang Hao den Hattrick in dieser Disziplin.

Vor dem Doppel-Finale hatte die Chinesin Ding Ning im Damen-Einzel ihren ersten Titel gewonnen.

Die 20-Jährige gewann ebenfalls in einem chinesischen Duell gegen die Weltranglistenerste Li Xiaoxia 4:2. Bereits am Freitag waren die Chinesen Zhang Chao/Cao Zhen Mixed-Weltmeister geworden.

Im Doppel-Endspiel am Sonntag spielen Guo Yue/Li Xiaoxia und Ding Ning/Guo Yan erneut eine "chinesische Meisterschaft" untereinander aus.

Nur Boll, der im Halbfinale am Sonntag (11.15 Uhr) auf Zhang Jike trifft, kann den kompletten Triumph der Chinesen noch verhindern.

Bei den vergangenen drei WM-Turnieren in Yokohama (2009), Zagreb (2007) und Shanghai (2005) hatte China alle Titel gewonnen. Der bislang letzte nichtchinesische Weltmeister in einer der Individual-Konkurrenzen war 2003 in Paris der Österreicher Werner Schlager im Einzel.

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