Rekord-Europameister Timo Boll bleibt nun doch länger als geplant in China. Der Bronzemedaillengewinner der Tischtennis-Weltmeisterschaften von Rotterdam wird bis nach dem Halbfinale der chinesischen Super League für seinen Verein Zhejiang Hangzhou Niriu TTC spielen.

Boll steht mit seinem Team bereits als Endrundenteilnehmer fest, unterlag jedoch zuletzt dem Spitzenreiter Shandong Luneng 1:3. Dabei verlor der Weltranglistenzweite wie im Halbfinale von Rotterdam gegen den chinesischen Weltmeister Zhang Jike und auch das Duell mit dem Südkoreaner Joo Se Hyuk.

"Gegen Shandong lief es nicht so gut, da war ich mit meiner Leistung auch nicht zufrieden, weil ich phasenweise einfach zu unkonzentriert war", sagte Boll.

Nach fünf Wochen im Reich der Mitte braucht der Odenwälder nun ein paar Tage Pause. Gemeinsam mit seiner Frau Rodelia verbringt Boll fünf Urlaubstage auf der südchinesischen Badeinsel Hainan.

"Ich hatte etwas Sorge, dass ich körperlich und mental etwas einbrechen könnte, aber bisher halte ich gut durch", sagte der 30-Jährige, dem in neun Spielen in der mutmaßlich stärksten Tischtennis-Liga der Welt bislang sechs Siege gelangen.

Bereits zum dritten Mal spielt Boll in der chinesischen Super League, um sich gezielt auf die Olympischen Spiele im kommenden Jahr in London vorzubereiten. 2005 schlug Boll, der in China als Superstar gilt, für Guangdong Baomashi und ein Jahr später für Zhejiang Haining Hongxiang auf.

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