Ein Abwehrkünstler hat Timo Boll beim Tischtennis-World-Cup in Paris den letzten Nerv geraubt. Rekordeuropameister Boll unterlag dem Südkoreaner Joo Se Hyuk nach sieben Sätzen Schwerstarbeit im Viertelfinale mit 3:4 und scheiterte damit überraschend früh.

Auch die deutsche Nummer zwei Dimitrij Ovtcharov schied aus.

Der Weltranglisten-Zehnte Joo zermürbte Boll mit seinen Unterschnitt-Bällen, die den langen Topspin-Serien des Favoriten die Schärfe nahmen.

Bei 9:9 im siebten Satz hatte Boll außerdem Pech, als seine Rückhand nach einem der längsten Ballwechsel des Spiels an der Netzkante hängenblieb - der frühere WM-Finalist Joo nutzte anschließend seinen ersten Matchball.

Ovtcharov wurde seinem Ruf als zweiter deutscher "Chinesen-Schreck" am Samstag nicht gerecht. Der Russland-Legionär von Fakel Orenburg unterlag dem Weltranglisten-Zweiten Wang Hao klar 1:4. Am Vorabend hatte Ovtcharov sich dem Weltmeister Zhang Jike, den er beim World Team Cup in Magdeburg (3:1) bezwungen hatte, nur knapp mit 3:4 beugen müssen.

Boll, World-Cup-Sieger 2002 und 2005, hatte seine Gruppe mit drei Siegen in drei Spielen gewonnen, Ovtcharov mit zwei Siegen in seiner Staffel den zweiten Platz belegt.

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